DSP Optimierung – Optischer Fluss

Die Forschung eines etablierten Automobilunternehmens in Deutschland entwickelt hochkomplexe Bildverarbeitungsalgorithmen für neue Systeme der Fahrerassistenz und -sicherheit. Ein Beispiel dafür ist die Berechnung von mehreren tausend Verschiebungsvektoren in einer Bildsequenz (optischer Fluss) ohne Beschränkungen der Vektorlänge in Echtzeit. Mit Hilfe dieser Informationen können zukünftig Fahrzeuge die Situationen in ihrer unmittelbaren Umgebung bewerten, Bewegtes von Unbewegtem unterscheiden und die Position anderer Verkehrsteilnehmer vorausberechnen.

‚Automotive‘-tauglicher DSP anstelle des PCs

Die aufwändige Bildverarbeitungs-Software ist auf einem Dual-Pentium-PC entwickelt worden. Ziel des Projektes war, für die Vorserienentwicklung abzuklären, ob sich der Algorithmus für die Implementierung in einen automotiv qualifizierten DSPs eignet. Ausserdem wurde ein Adapterboard erstellt, das die Verbindung einer Kamera mit einem DSP-Board ermöglicht.

Die optimierte Lösung

SCS entschied sich für ein Entwicklungsboard mit einem Texas Instruments DSP (DM6437) und einem aufsteckbaren Adapterboard zum Anschluss der Kamera. Nach der Portierung der Software auf den DSP folgte eine aufwändige Optimierung, bei welcher der Rechenaufwand um den Faktor 43 reduziert werden konnte. Mit dem Prototypen als PCI-Karte im Versuchsfahrzeug konnten die Forscher die Umsetzbarkeit der Algorithmen in Fahrzeugen der Zukunft nachweisen.

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