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Architektur

Die MUSIC-Architektur ist vor allem für die Parallelisierung durch Partitionierung im Datenraum geeignet. Dieses Programmiermodell kann für viele rechenintensive Algorithmen (Signalverarbeitung, Computergrafik, Bildverarbeitung und verschiedenste Simulationen) vorteilhaft eingesetzt werden. Aus Effizienzgründen wird dieses Programmiermodell durch sog. intelligente Kommunikationseinheiten direkt in Hardware abgebildet.

Ein einzelnes Prozessorelement besteht aus einem digitalen Signalprozessor DSP 96'002     von Motorola, 32 kWord (128 kWord bei den neuen Karten)   SRAM, 2 mal 256 kWord Video DRAM (Producer- und Consumermemory)    , 32 kWord (128 kWord) Programmspeicher und der intelligenten Kommunikationseinheit,   realisiert mit einem programmierbaren Gatearray. Jedes Board wird durch einen Transputer gesteuert. Die Transputer sind über die Transputerlinks miteinander verbunden. Die Initialisierung des Systems erfolgt über die Transputerlinks. Die Kommunikationssteuereinheiten sind in einem Ring angeordnet und arbeiten parallel zu den Prozessoren; sie unterstützen die automatische Neuverteilung von Datensätzen. Jedes Prozessorelement berechnet einen Teil eines logisch zusammengehörenden Datenblocks und weist dann seine Kommunikationssteuereinheit an, einerseits diese Daten auf das Netzwerk zu geben und anderseits genau jenen Teil des gemeinsam berechneten Datenblocks in seinen lokalen Speicher zu kopieren, den es für weitere Berechnungen benötigt. Die Programmierung der Kommunikation ist in [BBAEU92] beschrieben. Die Partitionierung der Daten wird durch Systemfunktionen einfach unterstützt. Am Institut wurde auch ein parallelisierender Compiler [PKALB94] entwickelt, der die Kommunikations- und Verteilungsfunktionen generiert.


Martin Frey
Tue Jun 17 13:29:20 MET DST 1997