Der DSP 96002 von Motorola, der im MUSIC verwendet wird, arbeitet mit
40 MHz. Er besitzt drei Fliesskomma-ALUs, kann damit eine 32 bit
(single precision) Fliesskomma-Multiplikation, Addition und Subtraktion
im selben
Befehlszyklus ausführen. Daraus resultiert eine Peakperformance von
60 MFlops. Parallel dazu kann der DSP 96002 zwei Speicherzugriffe
ausführen. Der von uns verwendete C-Kompiler,
der g96k
unterstützt davon aber nur die Speicherzugriffe parallel zu
einer Berechnung. Addition und Multiplikation im selben Befehl werden
leider nicht unterstützt; dazu muss in Assembler programmiert
werden. Dies ist aber für unsere Graphikanwendungen nicht weiter
schlimm, da ein sehr grosser Teil des Algorithmus aus
Verwaltungsaufgaben besteht (Kantenlisten, Polygonstrukturen etc.). Diese kann der DSP Dank der
parallelen Speicherzugriffe sehr effizient erledigen. Schlecht hingegen
wirkt sich aus, dass der DSP keinen Hardware-Divider hat. Divisionen
sind somit recht zeitaufwendig. Viele Probleme lassen sich jedoch so
umschreiben, dass keine Division nötig wird.