Herrmanns Laundry Service AG betreibt u.a. chemische Reinigungsanstalten und Wäschereien im In- und Ausland. Wie in diversen Reinigungsanstalten üblich, erhalten die Kunden eine Rabatt-/Kleiderpasskarte, die vom Kunden nicht nach Hause genommen werden muss, sondern in einer Kartei vor Ort abgelegt wird. Aufgrund der umfangreichen Kundenlisten entstehen beim Suchen der Kleiderpasskarte in der Kartei lange Wartezeiten, insbesondere wenn viele Kundennamen mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen.

Lösung

Um die langen Wartezeiten beim Heraussuchen der Kleiderpasskarten zu vermeiden, hat SCS eine grafische Anwendungssoftware für die Kleiderpasskarte entwickelt, die auf dem iPad läuft. Dabei werden von Apple das gut etablierte und einfach zu bedienende Adressbuch sowie der Cloud-Service zur Datensicherung genutzt.

Eigenschaften der Kleiderpasskarte auf iPad

  • Manuelle Eingabe, Suche und Verwaltung von Kundennamen sowie von weiteren Daten wie Adresse und Notizen via Touch-Screen des iPad
  • Manuelle Verwaltung der einzelnen Stempeleinträge auf der grafisch visualisierten Kleiderpasskarte

Kundennutzen

Das iPad ist gut sichtbar im Geschäft installiert. Dadurch kann der Kunde eins zu eins mitverfolgen, wie seine Karte über die Adresssuche rasch gefunden und anschliessend gut sichtbar die Rabattfelder eingetragen werden. Dies schafft Kundenvertrauen, reduziert die Wartezeit, und attestiert Herrmanns Laundry Service ein modernes Erscheinungsbild.

Weitere Anwendung

Die Funktionalität der IPad-Bonuskarte ist universell. Sie kann einfach auf ähnliche Bedürfnisse angepasst werden, z.B. als Menupass für Restaurants.

Moderne Autos setzen immer häufiger Kameras ein, um eine Vogelsicht der Umgebung darstellen zu können. Für die Entwicklung solcher Systeme benötigen die Hersteller der Kameras eine zuverlässige Messtechnik. Die SCS Messtechnik-Box ermöglicht das Aufnehmen und Abspielen von bis zu sechs LVDS-Kameras. Das von SCS entwickelte ‚Recorder System‘ wird von Automobil OEMs und Tier1s zur Entwicklung von Kameras und Surround-Systemen eingesetzt.

Zum Aufnehmen und Abspielen stehen sowohl Filter für Elektrobit Assist ADTF als auch eine von SCS entwickelte Stand-Alone GUI zur Verfügung.

Das System besteht aus der von SCS entwickelten Spartan 6 FPGA-Karte und einer für das entsprechende Kamerasystem angepasste Adapterkarte. Dadurch können präzise Hardware ‚Timestamps‘ aufgezeichnet und mehrere Kameras miteinander synchronisiert werden. Ausserdem können Algorithmen direkt auf dem FPGA gerechnet werden, um den Messtechnikrechner zu entlasten. Die Daten werden über Ethernet-Verbindungen zum Messtechnik-PC übertragen.

SCS kann das System dank seines Aufbaus sehr schnell Ihrem ‚Serializer‘ von Maxim, TI oder National Semiconductor anpassen.

Ein deutscher OEM beauftragte uns, die 3D-Struktur vor dem Fahrzeug anhand der Videobilder zweier Kameras dicht und genau zu berechnen. Mit Hilfe dieser Information können zukünftige Fahrzeuge die Ereignisse in ihrer unmittelbaren Umgebung bewerten, indem die Position von Fahrzeugen, Fussgängern und Hindernissen aller Art im Voraus bestimmt und berechnet werden.

Pentium4-PC um Faktor 50 langsamer

Die aufwändige Bildverarbeitungs-Software wurde von unserem Auftraggeber auf einem Dual-Pentium-PC entwickelt. Ziel des Projektes war, für die Vorserienentwicklung abzuklären, ob sich der Algorithmus zur Implementation auf einem automotiv qualifizierten FPGA eignet.

Die intelligente Lösung

SCS entschied sich für ein Entwicklungsboard mit einem Xilinx Virtex4 FPGA, das die Bilddaten über PCIe austauscht. Nach der Analyse des Algorithmus folgten die Entwicklungsschritte Design, Implementierung und Test auf dem FPGA. Weitere Optimierungen wurden durchgeführt, um den Stromverbrauch zu reduzieren und die Anwendung in einem automotiv tauglichen Xilinx Spartan 3A-DSP FPGA zu ermöglichen. Die Rechenleistung der FPGA-Lösung übertrifft den PC um den Faktor 50. Mit dem Prototypen als PCIe-Karte im Versuchsfahrzeug konnten die Forscher die Umsetzbarkeit der Algorithmen in zukünftigen Fahrzeugen nachweisen. Die FPGA-Lösung von SCS wird ab 2013 in Serienfahrzeugen eingesetzt.

SCS ist Mitglied des ‚Xilinx Alliance Certified Third Party Program‘ und bietet Produkte und Dienstleistungen mit Xilinx FPGAs an. Dazu  gehören eine breite Palette von Hard- und Firmware-Entwicklungen sowie Consulting-Dienstleistungen. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Xilinx wird der Entwicklungszyklus für neue Produkte entscheidend beschleunigt.

Der von SCS entwickelte JPEG IP core für FPGA’s ermöglicht den Empfang von komprimierten Ethernet-Paketen und deren anschliessende Dekomprimierung. Der Decoder wurde auf niedrigen Ressourcenverbrauch für ein Xilinx Spartan6 oder Zynq FPGA optimiert und wird von einem OEM und einem Tier1 bereits verwendet.

Der JPEG Decoder hat folgende Eigenschaften:

  • Processing rate of up to 140 MSamples/sec on Spartan6 FPGA
  • 12Bit / 8Bit version available
  • Four Huffmann tables (fixed or extracted from header)
  • Up to 8 quantization tables
  • Support to decode several interleaved image stripes
  • 3 color components
  • Support 1 scan configuration and YUV 4:2:0 (Different format on request)
  • Supports any image size up to 64kx64k
  • Supports restart markers

Die Forschung eines etablierten Automobilunternehmens in Deutschland entwickelt hochkomplexe Bildverarbeitungsalgorithmen für neue Systeme der Fahrerassistenz und -sicherheit. Ein Beispiel dafür ist die Berechnung von mehreren tausend Verschiebungsvektoren in einer Bildsequenz (optischer Fluss) ohne Beschränkungen der Vektorlänge in Echtzeit. Mit Hilfe dieser Informationen können zukünftig Fahrzeuge die Situationen in ihrer unmittelbaren Umgebung bewerten, Bewegtes von Unbewegtem unterscheiden und die Position anderer Verkehrsteilnehmer vorausberechnen.

‚Automotive‘-tauglicher DSP anstelle des PCs

Die aufwändige Bildverarbeitungs-Software ist auf einem Dual-Pentium-PC entwickelt worden. Ziel des Projektes war, für die Vorserienentwicklung abzuklären, ob sich der Algorithmus für die Implementierung in einen automotiv qualifizierten DSPs eignet. Ausserdem wurde ein Adapterboard erstellt, das die Verbindung einer Kamera mit einem DSP-Board ermöglicht.

Die optimierte Lösung

SCS entschied sich für ein Entwicklungsboard mit einem Texas Instruments DSP (DM6437) und einem aufsteckbaren Adapterboard zum Anschluss der Kamera. Nach der Portierung der Software auf den DSP folgte eine aufwändige Optimierung, bei welcher der Rechenaufwand um den Faktor 43 reduziert werden konnte. Mit dem Prototypen als PCI-Karte im Versuchsfahrzeug konnten die Forscher die Umsetzbarkeit der Algorithmen in Fahrzeugen der Zukunft nachweisen.

Die Wettervorhersage von MeteoSwiss und vielen anderen europäischen Wetterdiensten beruht auf dem numerischen Wettermodell COSMO. Der dynamische Kern dieses Modelles konnte durch SCS in Zusammenarbeit mit folgenden Hauptpartnern von Grund auf neu programmiert werden: MeteoSwiss, ETHZ mit dem Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano sowie Nvidia.

Die neue Implementierung basiert auf einer durch SCS entwickelten ‚Stencil Library‘. Diese verwendet eine ‚Domain Specific Embedded Language‘ (DSEL), welche erlaubt, verschiedenste Prozessoren (z.B. Intel, AMD x86) sowie many-core Architekturen wie ‚General Purpose Graphics Processing Units‘ (GPGPU) mit maximaler Performanz zu verwenden (Performance Portability). Dank dieses Ansatzes konnte die Ausführungsgeschwindigkeit des Wettermodelles um Faktoren gesteigert werden. Das Wetter von morgen wird dadurch zwar nicht besser, aber es lässt sich genauer vorhersagen.

SCS hat ein offenes Modell zur Simulation von Energieversorgungsszenarien für die Schweiz entwickelt. Das Modell erlaubt die Berechnung der Energie- und Leistungsbilanzen, welche von einer Vielzahl von Faktoren abhängig sind: dem gewählten Kraftwerkpark, dem Ausbaugrad volatiler Energiequellen (unter Berücksichtigung von Standort- und Wetterdaten), dem Ausbaugrad und Einsatz von zentralen und dezentralen Speichern, der Speicherstrategie etc..

Das Modell, welches den direkten Vergleich verschiedenster Szenarien ermöglicht, wurde bereits an diversen öffentlichen Anlässen vorgestellt. In einer kurzen Präsentation werden unterschiedliche Szenarien aufgezeigt und auf ihre technische Plausibilität hin untersucht. Daraus lassen sich relevante Erkenntnisse zur zukünftigen Energieversorgung der Schweiz ableiten, welche zur Diskussion anregen.

Das Modell wird laufend erweitert und in absehbarer Zeit der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Es soll eine möglichst transparente und „ent-emotionalisierte“ Energiediskussion ermöglichen.

Als das Schweizer Startup-Unternehmen Limmex im Herbst 2011 den Verkauf der ‚Swiss Emergency Watch‘ startete, war dies der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Die innovative Notruf-Uhr verbindet verschiedenste Technologien zum mobilen Notfallgerät der Zukunft.

Für die Kunden von Limmex sind die Verfügbarkeit der Vermittlungsplattform und die lange Batterielaufzeit unverzichtbare Erfolgsfaktoren. Sie sind die hauptsächlichen Erfolgsfaktoren dieses Produktes.

Die Dienstleistungen von SCS für die Limmex Notruf-Uhr umfassten:

  • Beratung bei der Systemarchitektur
  • Entwicklung von cloud-basierten Diensten
  • Entwicklung von Embedded Software
  • Entwicklung von Produktionstestsystemen