Detektion von Kabelfehlern in der Aussenanlage

SCS - Studienarbeiten

Eine Herausforderung beim Betrieb von elektrifizierten Bahnstrecken ist die Überwachung von Elementen (z.B. Weichen) und deren Verkabelung in der Aussenanlage. Ein weit verbreitetes Verfahren ist die Überwachung der Adern durch einen Ruhestrom. Speziell bei den heute immer noch weit verbreiteten Lösungen auf Relaisbasis ist die Überwachung des Stromes sehr eingeschränkt. Kurzschlüsse und der Einfluss von Fremdspannungen bleiben daher oft unerkannt.In der vorliegenden Arbeit soll ein Verfahren konzipiert und als Prototyp aufgebaut und bewertet werden, welches erlaubt, rückwirkungsfrei zur bestehenden Stell- und Sicherungsanlage einen Rückschluss auf die bestehende Verschaltungen der vorliegenden Aussenanlage zu geben, und damit den Betrieb und Instandhaltung bei der Fehlersuche unterstützen. Ein Anwendungsfall ist die Detektion der Weichenlage, bei der die Verbindungen zwischen den vier Steuerdrähten erfasst wird. Besteht eine Verbindung zwischen den Adern 1-4 und 2-3 (wie im Schema dargestellt), ist die Weiche in Plus-Lage. Besteht eine Verbindung zwischen 1-3 und 2-4, ist die Weiche in Minus-Lage.

Ein mögliches Verfahren wäre, ein Hochfrequenzsignal auf eine Ader einzukoppeln, um dann über Signallaufzeiten und Signalstärke auf den anderen Adern auf den Zustand der Aussenanlage zu schliessen. Im Laufe der Arbeit sollen verschiedene Verfahren identifiziert, bewertet und die theoretischen Ergebnisse mithilfe einer Messung bestätigt werden.

Bilder 32+36 aus: Helmut Scherz, Das DrS 2 Stellwerk, Eisenbahn Fachverlag Heildelberg/Mainz, Band 8/52

Art der Arbeit
30% Theorie, 40% Algorithmus, 30% Erprobung

Voraussetzungen
Signalverarbeitung

Aufwand
Masterarbeit für 1-2 Personen

Kontakt
fabian.schenkel@scs.ch