SCS-Denkanstoss vom 12. September 2019

Mit der Unsicherheit Freundschaft schliessen – eine Ermutigung!

 

Natalie Knapp hielt ein überzeugendes Plädoyer für das urmenschliche Gefühl der Unsicherheit. Sie kam ohne Script und ohne Präsentation aus und stand wie ein gut verwurzelter Baum höchst lebendig vor dem Publikum. Sie grenzte die Unsicherheit klar von der Angst ab: Während Angst meist zu schnellem, unreflektiertem Handeln führe (kämpfen, fliehen, totstellen), eröffne sich in der Unsicherheit ein Raum für Neues. Unsicherheit erfordere nicht sofortiges Handeln; verlangsamen sei möglich und hilfreich, um die Situation sorgfältig ausloten zu können und verschiedene Handlungsoptionen zu prüfen. Die Unsicherheit, so Natalie Knapp, sei aus der Kunst genauso wenig wegzudenken wie aus der Forschung. Sie sei der Nährboden für Wachstum umd Innovation in komplexen Situationen. Zudem bewahre sie einem davor, aus Angst nach vereinfachenden Ideologien zu greifen. Nach dem Vortrag und den Fragen folgten beim Apéro engagierte Gespräche.

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