Blockchain Lock Kachel

Die COVID19 Pandemie hat uns alle im Griff. Als Technologieunternehmen überlegen wir uns natürlich auch, was wir vom Home-Office aus zur Linderung dieser Krise beitragen können.

Verschiedentlich wurden Rufe nach Contact Tracing laut und gewisse Länder haben dies auch bereits grossflächig eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Aufzeichnung des Bewegungsprofils aller Bürger mit dem Ziel, Individuen über potentielle Ansteckungen zu informieren. Wenn eine Person positiv auf das COVID19 Virus getestet wird, kann durch Abgleich von Bewegungsprofilen festgestellt werden, wer alles kürzlich im Kontakt mit dieser infizierten Person stand. So können sich potentiell infizierte in Selbstquarantäne begeben. Eine weitere Anwendung ist die Quantifizierung der Quarantäne- und Social-Distancing-Disziplin der Bevölkerung. Auch in der Schweiz wurden bereits  Bewegungsprofile durch die Mobilfunkbetreiber erhoben und in aggregierter Form vom BAG ausgewertet.

Eine solch weitgehende Überwachung der Bevölkerung würde in der normalen Lage wohl einen Aufschrei auslösen. Die Frage, die wir uns IngenieurInnen stellen sollten ist, ob es eine Lösung gibt, wie wir den gewünschten Nutzen erzeugen können, ohne die Privatsphäre der Bevölkerung zu opfern.

Eine solche Lösung gibt es! Wir haben in einem früheren Beitrag bereits über e-ticketing Lösungen mit Datenschutz dank Trusted Execution Environments (TEE) berichtet. Dasselbe Konzept möchten wir gerne für Contact Tracing einsetzen. Auf freiwilliger Basis würde die Bevölkerung eine Smartphone-App installieren, welche Bewegungsdaten sammelt und andere Geräte im unmittelbaren Umfeld registriert. Diese Daten könnten dann in einem TEE abgeglichen werden, wobei alle Daten strikte nur vom Benutzer und vom TEE gelesen werden können. Der Betreiber des TEE kann die Daten nicht entschlüsseln. Auch das Informieren von potentiell Infizierten geschieht vertraulich. Unsere Lösung für dezentralisierten Betrieb von TEE’s, SubstraTEE, stellt durch Blockchain Technologie sicher, dass nur echte TEE Geräte mit der richtigen Version der open-source software betrieben werden.

Auch wenn unsere Lösung heute noch nicht bereitsteht: Contact Tracing wird insbesondere dann wichtig, wenn die erste Welle vorüber ist und die Massnahmen gelockert werden.

Haben Sie Fragen, Anregungen, Ideen oder Projekte, die Sie gerne besprechen möchten? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!

    Kontaktieren Sie Alain Brenzikofer

    Protected by reCAPTCHA. The Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

    „Ich hatte ein Angebot für meine bis dato Traumstelle, aber ich habe mich schlussendlich entschieden, diese Stelle nicht anzutreten“, meinte Dr. Béatrice Conde-Petit am SCS „Women in Engineering“ Event am 5. November 2019. Dafür ergriff sie anschliessend die Chance, bei Bühler Group als Food Science & Technology Expertin ein neues Labor aufzubauen.

    In ihrer Keynote erzählte Béatrice Conde-Petit von molekularen Mechanismen des Pizzateigs, der Verbesserung der Haltbarkeit von Lebensmitteln (z.B. Brot), von Lebensmittelsicherheit (z.B. Salmonellen bei Gewürzen) sowie zukünftiger Lebensmittelproduktion. Dabei gab sie Episoden aus ihrer Karriere zum Besten. Conde-Petit erzählte, dass sie von einer fachfremden Person nach ihrer Toolbox gefragt wurde. Da sie keine hatte, entwickelte sie ihre Toolbox und benutzte daraufhin in allen Projekten diese Toolbox, insbesondere State-Diagramme. Ausserdem bestand sie an der ETH darauf ihren Untersuchungsgegenstand „Pizzateig“ mit anderen Instrumenten analysieren zu dürfen. Es lohnt sich hartnäckig zu sein und Methoden aus verschiedenen Gebieten zu verknüpfen.

    Der Wechsel von der Hochschule und Forschung in die Privatwirtschaft sei für sie ein glücklicher Zufall gewesen. Sie war bereits vorher Consultant bei der Bühler Group und wurde – nachdem sie dem Ruf nach Wien als Professorin nicht folgte – angefragt, ob sie bei Bühler ein neues Labor aufbauen würde. Dieser Karriereschritt war eine neue Herausforderung, die sie mit Respekt aber auch Freude antrat.

    Die Bühler Group ist ein 1860 gegründetes Schweizer Unternehmen, das weltweit in der nachhaltigen Lebens- und Futtermittelindustrie, neuen Technologien und Mobilität tätig ist. Conde-Petit war als Food Safety Officer massgeblich im „Driver Seat“, neue Innovation in der Lebensmittelproduktion zu realisieren. Ein Beispiel ist eine neue Technologie zur Qualitätsprüfung von Gewürzen (z.B. Salmonellen). Heute ist sie Verantwortliche des „Future of Food Programs“. Aktuell verbrauchen wir weltweit 1.8 Planeten an Ressourcen. In den Industrieländern ist die Zahl sogar noch höher. 1/3 der weltweit verbrauchten Energie geht in die Lebensmittelproduktion und 70% des verbrauchten Wassers stammen aus der Landwirtschaft. Dazu gehen 1/3 der produzierten Lebensmittel in den Abfall. Daraus resultiert mittelfristig ein Nahrungsmangel auf unserem Planeten. Diesem können wir durch einen systematischen Wechsel des Menüplans entgegenwirken; zum Beispiel mit Insekten, Algen, kleineren Tierproteinmengen und dafür grösseren Pflanzenanteilen in unserem Menüplan. Um den Nahrungsmangel und die Lebensmittelhaltbarkeit zu lösen sei ausserdem die Fermentierung von Nahrungsmitteln vielversprechend.

    Béatrice Conde-Petit füllte die SCS Aula mit viel Energie und inspirierte die Teilnehmenden mit ihrer Erfahrung und mit dem spannenden Thema „Innovation für die Lebensmittelproduktion der Zukunft“ und gab gleichzeitig einen persönlichen Einblick  in ihren Werdegang. Sie ist eine Frau der Taten und fördert heute kontinuierlich Nachwuchs in ihrer Branche.

    Abschliessend brachte sie ein Zitat von Remo Largo: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man es zieht“. Wir müssen aber bereit sein, den Ball zu packen, wenn er auf uns zugeworfen wird, so wie sie die Stelle bei Bühler Group angenommen hatte.

    Nach einer angeregten Diskussionsrunde führten wir weitere inspirierende Gespräche bei einem Apéro.

    Wir freuen uns alle bereits auf den nächsten „SCS get together – Women in Engineering“ Anlass von SCS im Frühling 2020.

      Jetzt mit Elke Kontakt aufnehmen


      Protected by reCAPTCHA. The Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

      Bewusstsein zu entwickeln, ist der erste Schritt zu Veränderung. Aus diesem Grund bemühen wir uns darum Vielfalt und Inklusion in unserem Unternehmen, und darüber hinaus, immer wieder zu diskutieren.

      Wir freuten uns sehr, Séverine Chardonnens, Mitbegründerin von dem Tech-Startup IDUN Technologies, als Gastsprecherin bei uns begrüssen zu dürfen. Ihre Perspektive auf das Thema erläuterte sie in einem äusserst interessanten Vortrag.

      Zum ersten Mal fand die Veranstaltung online statt, wodurch unerwartet eine intime Umgebung geschaffen wurde, mit einem berührenden Vortrag.

      Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Firma, versuchte Séverine zu erklären, warum sich Technologie für sie inklusiv anfühlt, während sie für viele andere exklusiv ist. Sie gab einen erfrischend persönlichen Einblick in ihre Erziehung und ihre Familienkonstellation, die ihrer Meinung nach entscheidend war für die Entwicklung ihrer Überzeugungen. Diese Werte führten dazu, ein Umfeld zu wählen, das vielfältig und inklusiv ist. Sie beeinflussten nicht nur ihre Studienwahl, sondern zeigten sich später in dem von ihr gegründeten Unternehmen und führten zu einem Team, das diverser nicht sein könnte.

      „Differences should not be ignored; they should be embraced. “ – Wir stimmen völlig zu.

      Die nächste Veranstaltung für Women in Engineering ist für das Frühjahr 2021 geplant. Informationen dazu werden auf unserer Website gepostet!