Das gezogene Diagnosefahrzeug (kurz gDFZ) der SBB ist seit 2018 regelmässig auf den Schweizer Schienen im Einsatz. Mit der Entwicklung des Zentralen Systems war SCS massgebend an der Entwicklung dieses neuen Diagnosefahrzeuges beteiligt. Das Zentrale System ist verantwortlich für die einheitliche Erfassung aller Messdaten und Speichern dieser Daten in einem offenen, standardisierten Format. Weiter stellt das Zentrale System einen Viewer zur Verfügung um die Messdaten direkt (live) auf dem Fahrzeug sowie nachgelagert im Büro anzuzeigen. Angeliefert werden die Messdaten von Mess- und Inspektionssystemen von unterschiedlichen Instrumenten-Lieferanten.

SCS war zuständig für die Entwicklung der spezifischen zentralen Software-Komponenten welche die hohen Anforderungen der SBB erfüllen kann. Zum Lieferumfang gehörten auch Server- und Netzwerkkomponenten sowie die Arbeitsplätze für die Messingenieure. Die Soft- und Hardware wurde von SCS zusammen mit den Messsystem-Lieferanten auf dem gDFZ integriert und in Betrieb genommen.

Die SBB überwacht mit dem gDFZ permanent den Zustand ihrer Infrastruktur. Wir sind stolz mit dem Zentralen System, einem Rechenzentrum auf Schienen, einen wertvollen Beitrag dazu geleistet zu haben.

 

Wie wichtig diese Überwachung ist, speziell bei den aktuell sehr hohen Temperaturen, zeigt auch ein aktueller Beitrag aus dem Westschweizer Fernsehen (RTS).

Das gDFZ und die Viewer-Software von SCS sind im Beitrag im Bereich 15-45s zu sehen.

Unter dem Moto «Transforming Health with AI» hat diese Woche hat das Deep Learning Zürich Meetup in der SCS stattgefunden. Etwa 70 Gäste folgten dabei den Einblicken, die Pascal Kaiser, Supercomputing Systems AG in die AI-unterstützer Diagnostik in der Ophthalmologie eröffnete und Dr. Matteo Manica, IBM Research (Zürich), der über die AI-unterstützte Suche von pharmazeutischen Wirkstoffen referierte.

Pascal Kaiser referiert über die AI-unterstütze Diagnostik in der Ophthalmologie

 

Digitalisierung – Tor zu einem neuen Zeitalter

Der Raum war voll und heiss, als Prof. Dr. Dirk Helbing auf die Herausforderungen und Potenziale der digitalen Entwicklung einging.  Es wurde klar, dass es an uns liegt, die Verantwortung dafür mitzutragen, dass die technologischen Möglichkeiten zugunsten eines menschenwürdigen, nachhaltigen Lebens auf unserem Planeten genutzt werden. Die Würde des Menschen stellte Herr Helbing zuoberst. Sie soll, wie in der Verfassung mit Ewigkeitsrecht verankert, unantastbar bleiben.

SCS gewann eine Auftragsvergabe der web3 foundation in Zug, um den Datenschutz auf  Parity Substrate-basierten blockchains zu verbessern (z.B.  Polkadot). SCS wird zu diesem Zweck Trusted Execution Environments einsetzen, namentlich Intel SGX.  So werden dezentrale Anwendungen ermöglicht, welche erhöhten Datenschutz erfordern.

Das heisst, wir werden künftig private Transaktionen in Kryptowährungen tätigen können, werden ohne Intermediär Blockchain-übergreifend Token handeln und anonym und verifizierbar abstimmen können.

Das Projekt ist von Beginn weg open source.

Mit Patrik Wernli wird ein erfahrener Projektleiter zum Department Head. Ab 1. April übernimmt er das Department von Christian Bühlmann der nach 13 Jahren die SCS verlässt. Wir wünschen Patrik einen erfolgreichen Start und bedanken uns ganz herzlich bei Christian für die hervorragende Aufbauarbeit über die Jahre.

Prof. Jane Royston führte uns über ihren persönlichen Werdegang durch verschiedenste Situationen und Inflection-Points. Besonderes Augenmerk richtete sie darauf wie es ist als Frau in einem Männer-dominierten Feld wie dem Engineering oder der Technologiebranche zu arbeiten.

Auch wenn sich Frauen langsam im Engineering etablieren gibt es weiterhin viel Nachholbedarf. Vor allem wenn es in Richtung Führungsverantwortung geht. Jane motivierte die ca. 40 Zuhörerinnen ohne zu zögern „Ja“ zu sagen, wenn es eine attraktive Gelegenheit gibt, mehr Verantwortung im Beruf und in Führungsrollen zu übernehmen. So sagte sie selbst immer wieder «Ja» zu neuen Herausforderungen. Im Nachhinein war Jane Royston oft selbst überrascht über ihren Mut. Sie führte aus, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind und dass Frauen die Verantwortung haben weiblich assoziierte Eigenschaften in die Unternehmen zu bringen. Frauen sind beispielsweise oft die besseren Zuhörerinnen und bringen nachhaltige Werte in Unternehmen. Nach einer angeregten Diskussionsrunde führten wir weitere inspirierende Gespräche bei einem Apero.

Wir freuen uns alle bereits auf den nächsten „SCS get together – Women in Engineering“ Anlass von SCS im Herbst 2019.

SCS Get Together Women in Engineering

Der Klimawandel wir uns alle in der Zukunft beschäftigen. Vor einigen Jahren haben wir Öko-Lunches bei uns mit dem Technopark organisiert. Während dieser Lunches ist die Idee aufgekommen dem Thema mit etwas spielerischer Gamification zu begegnen.

Daher sind wir froh, dass dieses Jahr myblueplanet.ch die myblueplanet coach app launched welche es ermöglicht sich selbst zu challengen, in Gruppen anzutreten und regelmässig Tipps und Feedback zu bekommen. Das Launch-Event wird am Dienstag 5. März mit Alex Stefes vom Club of Rome am ETH Zentrum sein.

https://www.nachhaltigkeitswoche.ch/programm/dienstag/myblueplanet- dein-coach-fur-ein-nachhaltiges-leben/

 

Letzte Woche waren wir stolze Gastgeber des „Women in Digital Health“ Meetups. Während des Meetups hat SCS-Projektleiterin Dr. sc. Susanne Suter die Diskussion der Nutzung von künstlicher Intelligenz für medizinische Softwareanwendungen eröffnet. Konkret präsentierte sie unsere Erkenntnisse über den Einsatz künstlicher Intelligenz, insbesondere von Machine Learning und Deep Learning, in medizinischen Anwendungen wie auf der Intensivstation, der Ophthalmologie oder der Fruchtbarkeitsmessung. Wir hatten einen inspirierenden Abend mit vielen bereichernden Diskussionen unter den Teilnehmenden.