PSI erweitert die Protonentherapie-Anlage

Das Paul Scherrer Institut (PSI) behandelt seit den 1980er Jahren erfolgreich Krebs-Patienten mit Protonenstrahlen. Die Anlage wurde nun durch einen weiteren Behandlungsplatz basierend auf einer Gantry Maschine eines Drittlieferanten ergänzt. Dabei stellte sich die Herausforderung, die Sicherheitssysteme (safety systems) der bestehenden mit der neuen Anlage zu integrieren. Die diversen Interface-Standards dieser komplexen Systeme mussten miteinander in Einklang gebracht werden.

Die gewählte Lösung besteht aus einem neuartigen verteilten IO-System, welches auf FPGA-Technologie beruht. Damit liessen sich die verschiedenen Schnittstellen und Hochgeschwindigkeits-Datenlinks miteinander verbinden und so eine robuste Sicherheitsarchitektur umsetzen.

Die Firma Supercomputing Systems unterstützte das PSI in diesem Projekt mit der Entwicklung einer umfassenden und vom PSI erweiterbaren FPGA-Plattform mit allen notwendigen Schnittstellen und Datenkanälen.

Die folgenden zwei Bilder zeigen den Behandlungsraum während der Installation der Anlage:

Eine Übersicht über die Anlage zur Protonenstrahtherapie mit dem Cyclotron zur Beschleunigung der Protonen sowie den Strahlführungen zu den Behandlungsplätzen:

Die von SCS entwickelte Hardware zur Integration der Sicherheitssysteme der beiden Anlagetypen:

 

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