Letzte Woche waren wir stolze Gastgeber des „Women in Digital Health“ Meetups. Während des Meetups hat SCS-Projektleiterin Dr. sc. Susanne Suter die Diskussion der Nutzung von künstlicher Intelligenz für medizinische Softwareanwendungen eröffnet. Konkret präsentierte sie unsere Erkenntnisse über den Einsatz künstlicher Intelligenz, insbesondere von Machine Learning und Deep Learning, in medizinischen Anwendungen wie auf der Intensivstation, der Ophthalmologie oder der Fruchtbarkeitsmessung. Wir hatten einen inspirierenden Abend mit vielen bereichernden Diskussionen unter den Teilnehmenden.

Diese Woche durften wir erfolgreich den ersten Tech-Event dieses Jahres durchführen. Joel Casutt, Florentin Marty und Patrick Wernli führten unsere rund 200 Gäste in die Vision des gezogenen Diagnosefahrzeug ein, wie das Zentrale System funktioniert, Daten sammelt, verarbeitet, aufbereitet und visualisiert, wie auch welche Sensoren verwendet werden und welche ersten Erkenntnisse bereits aus den Daten gezogen werden konnten.

Niko Paech, Dozent an der Universität Siegen, führte uns in seinem hoch spannenden Referat in das Dilemma zwischen Wachstumszwang und Wachstumsgrenzen ein. Aus seiner Sicht ist dem Klimawandel und den durch Physik und Ökologie gegebenen natürlichen Grenzen nicht mit einer Energiewende durch „grünes Wachstum“ beizukommen. Es braucht zusätzlich eine Rückbesinnung auf ein genügsames Leben.

Als Lösungsansatz schlägt Niko Paech vor, dass wir uns zu selbstwirksamen Prosumenten entwickeln, die Dinge wieder vermehrt selber produzieren (z.B. Gemeinschaftsgärten, Möbel), Dinge vermehrt gemeinschaftlich nutzen (z.B. Auto, Rasenmäher) sowie Dinge länger gebrauchen (z.B. Kleider, Haushaltgeräte reparieren). Dies gilt nicht nur für uns als Individuen, sondern auch für die Unternehmen. Was, wenn vermehrt auf Reparatur, Umnutzung und Modernisierung gesetzt würde statt ausschliesslich auf Neubeschaffung?

ganzer Denkanstoss

Kooperation versus Aggression – Grundmotivationen des Menschen aus neurowissenschaftlicher Sicht

„Der Aggressionstrieb ist tot,“ sagte Prof. Dr. Joachim Bauer zu den ca. 200 anwesenden Gästen. Er erklärte, dass die modernen Neurowissenschaften Freuds Theorie mittlerweile klar widerlegt haben. Aggression sei aus neurobiologischer Sicht ein reaktives Verhalten, das u.a. durch Verletzung, Ablehnung, Bedrohung, oder durch Ausschluss aus einem sozialen Gefüge entsteht. Im Umkehrschluss betonte er die Wichtigkeit von Wertschätzung, Anerkennung und Einbezug, die sich hirnphysiologisch positiv auswirken: Es werden Hirnregionen aktiviert, welche die angeborene Fähigkeit zu Kooperation, Begeisterung und Kreativität fördern.

Zur vertieften Auseinandersetzung mit diesem Thema stehen folgende Bücher von Prof. Bauer zur Verfügung:

  • Das Gedächtnis des Körpers – Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Piper TB)
  • Warum ich fühle was du fühlst – Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone (Heyne TB)
  • Selbststeuerung – Wiederentdeckung des freien Willens (Heyne Taschenbuch)

 

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Der erste SCS Denkanstoss dieses Jahres vom Mittwoch, 6. Juli stiess mit über 200 Gästen auf starkes Interesse. Das brisante Thema „Der globale Kampf um Erdöl und Erdgas: Warum wir die Energiewende brauchen“ wurde vom Historiker Dr. Daniele Ganser schonungslos und mit hoher Fachkompetenz beleuchtet. Er mutete dem Publikum seine sorgfältig recherierten Thesen ungeschönt zu – verdankenswerterweise auch mit einer Portion Humor – und löste damit eine äusserst engagierte Diskussion aus, die bei der Fragerunde begann und während des anschliessenden Apéros noch lange weitergeführt wurde.

Buch zum Thema:
„Europa im Erdölrausch“, Dr. Daniele Ganser, Orell Füssli Verlag

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SCS Denkanstoss
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SCS Denkanstoss
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SCS Denkanstoss

Die zwei Journalistinnen Annette Jensen und Ute Scheub berichteten von Projekten und Initiativen weltweit, die mit wirtschaftlich, ökologisch und sozial enkeltauglichen Arbeits- und Lebensformen experimentieren. Während des anschliessenden Apéros wurde intensiv diskutiert.

Impressionen:

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Informationen zum Buch „Glücksökonomie“ von Annette Jensen und Ute Scheub sowie ihren Aktionsplan zur Förderung des guten Lebens finden Sie online.

Das Referat steht in gefilmter Fassung zur Verfügung: