Seit Ende Juni steht den Journalistinnen und Journalisten bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF sowohl Video- als auch Audiomaterial im Archivsystem FARO zur Verfügung.

FARO ist ein Media-Archivsystem, welches kundenspezifisch von der SCS entwickelt wurde. Das System ist seit 2007 bei SRF produktiv im Einsatz und dient der Archivierung sämtlicher Eigenproduktionen von SRF. Im Zuge der Zusammenlegung von Radio und Fernsehen sollte FARO mit neuen Funktionalitäten zur Archivierung von Radio-Wort-Beiträgen ausgestattet werden.

Die Erweiterungen wurden nun erfolgreich in Betrieb genommen. Damit ist der Weg frei für die Verwaltung von Audiodaten in FARO. Während der nächsten zwölf Monate werden die Beiträge aus dem bestehenden Radioarchivsystem sukzessive ins FARO migriert. Die Migration läuft automatisch und parallel zur täglichen Arbeit mit FARO.

Kennzahlen

  • Schweizer Radio und Fernsehen archiviert Radiosendungen seit 1933 und Fernsehsendungen seit 1954. Die Archivierung des Radioprogramms war bis 2006 sehr selektiv, beim Fernsehen wurden bis 1990 nur die Beiträge und nicht die integralen Sendungen achiviert.
  • In FARO sind derzeit über 840‘000 Videobeiträge zu finden. Mit der Integration des Radioarchivs sind rund 880‘000 Audiobeiträge hinzugekommen.
  • Mit der Erweiterung von FARO um das Radio-Wortarchiv kommen rund 800 neue BenutzerInnen hinzu. Damit wird FARO bei SRF von rund 2‘500 BenutzerInnen verwendet.
  • Die Summe der zu integrierenden Audiodateien ist rund 96 Terabytes. Jährlich kommen 10 TB an aktuellem Radio-Wort-Audios hinzu. Zusätzlich werden in den nächsten Jahren bis zu 100 TB Audiofiles impotiert aus Digitalisierungsprojekten.

Beitrag SCS

  • Bedarfsanalyse zusammen mit den SRF Mitarbeitenden
  • Spezifikation und Realisierung der Erweiterungen am Archivsystem FARO
  • Integration von 3rd Party Komponenten

Grafik

Der neue Media-Player mit Hüllkurvenansicht und Audio-Pegel ist ein wichtiger Bestandteil der umgesetzten Erweiterungen zur Verwaltung der Radio-Beiträge.

SRF_WP_20140203_001Das Trafficsystem Proteus des Schweizer Radio und Fernsehens SRF ist eine Erfolgsgeschichte. Seit mehr als 10 Jahren wird die detaillierte Programmplanung der Sender SRF1, SRFzwei und SRFinfo mithilfe dieses Werkzeugs durchgeführt.

Proteus wurde von 1998-2002 durch SCS konzipiert und umgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten die verschiedenen Redaktionen von SRF mit unterschiedlichen Methoden zur Vorbereitung ihrer Sendungen auf die Ausstrahlung

 

Herausforderung

Mit Proteus sollte ein System geschaffen werden, welches die Redaktionen bei ihrer Arbeit unterstützt und gleichzeitig zu einer effizienteren Zusammenarbeit durch die Einführung einheitlicher Arbeitsprozesse führt.

Lösung

In einer Konzeptphase wurde gemeinsam mit rund 30 Redaktionen die Funktionalitäten des Trafficsystems Proteus identifiziert, die anschliessend von SCS realisiert wurden.

Dieses umfasst u.a.:

  • Verwaltung und Management von:
    • Beiträgen von Magazinen wie beispielsweise Kassensturz, Aeschbacher, Einstein etc.
    • Informationen zu mitwirkenden Moderatoren, Gästen, Schauspielern, Regisseuren u.v.m.
    • Einkaufsverträgen für Filme und Serien.
    • Lizenzen für die Ausstrahlung von Fremdproduktionen, sowie zusätzliche Rechteinhaber bei Eigenproduktionen.
  • Export von Beschreibungen und Bildern für die Publikation auf der SRF-Website, in den Programmzeitschriften und im Teletext / EPG.

Nach 10 Jahren Betrieb hat Proteus über 700 aktive Benutzer und verwaltet über 300‘000 Sendungen mit zugehörigen Metadaten. Der Bedarf der Anwender hat sich über die Jahre auch geändert. So übernimmt Proteus heute auch folgende Aufgaben:

  • Kommunikation mit dem Automationssystem von SRF.
  • Prüfung der Planung auf die Einhaltung diverser Vorschriften (Altersfreigabe, Werbelänge).
  • Bereitstellen von Informationen über Web-Cockpits für einfachen Zugriff.

 Beitrag SCS

  • Bedarfsanalyse zusammen mit den SRF Mitarbeitenden
  • Realisierung des Kundenspezifischen Trafficsystems Proteus
  • 3rd Level Support und Weiterentwicklung