Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat im Zuge der Erneuerung ihres Einsatzleitsystems eine neue Telefonie-Infrastruktur durch SCS AG entwickeln lassen. Das System ist Voice-over-IP (VoIP) basiert und umfasst eine auf die Bedürfnisse der Einsatzleiter zugeschnittene Bedienoberfläche sowie zwei VoIP-Telefone pro Arbeitsplatz. Das System integriert auch die Kommunikation über das Rega-Funknetz Remico, welches ebenfalls zu grossen Teilen von Supercomputing Systems AG entwickelt wurde.

Das System ist an ein Einsatzleitsystem der Firma Hexagon angebunden und unterstützt damit die operativen Prozesse der Einsatzleiter ideal. Zusätzlich zur Einführung der neuen Systeme wurde die IT-Infrastruktur der Rega in externe Rechenzentren verlegt. Die Kernelemente der Telefonie-Infrastruktur laufen redundant an zwei geographisch getrennten Standorten. Dadurch wird eine hohe Systemverfügbarkeit sicherstellt.

Die Entwicklung des Systems inklusive Live-Schaltung dauerte ein Jahr.

Das Mico VoIP Kommunikations-Frontend für die Einsatzleiter der Rega
Das Mico VoIP Kommunikations-Frontend für die Einsatzleiter der Rega

In einem liberalisierten Markt können Kundinnen und Kunden ihren Energielieferanten frei wählen und wechseln. Deshalb müssen die Lieferantenwechsel zwischen den Verteilnetzbetreibern und den Energielieferanten koordiniert abgewickelt werden können. Die dazu nötigen Informationen müssen kostengünstig, automatisiert und sicher durch einen Datahub verarbeitet werden.

Die Entwicklung eines Datahubs für die Swisseldex AG (www.swisseldex.ch) hat die Firma Supercomputing Systems AG bei einer öffentlichen Ausschreibung gewonnen.

Der Datahub steht allen Marktakteuren diskriminierungsfrei zur Verfügung und basiert auf der Branchenempfehlung des Verbandes der schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE).

Die Swisseldex AG wurde von den fünf Schweizer Verteilnetzbetreibern AEW Energie AG, BKW Energie AG, Centralschweizerische Kraftwerke AG, ewz und St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG am 21. März 2018 gegründet. Sie decken zusammen ein Viertel der Messpunkte des schweizerischen Stromnetzes ab. Die Swisseldex AG steht weiteren Verteilnetzbetreibern offen.

 

 

Die Sicherheit und Verfügbarkeit von SBB Eisenbahn-Infrastrukturanlagen wird durch die Geschäftseinheit Infrastruktur Überwachung (UEW) sichergestellt. SBB UEW hat einen Bedarf für ein „gezogenes Diagnosefahrzeug“ (gDFZ) um diesen Auftrag zu erfüllen und zugleich eine Erweiterung zum bestehenden selbstfahrenden Diagnosefahrzeug zu schaffen. Das gDFZ kann zusätzlich auch die Fahrdynamik und die Fahrleitung vermessen. Im Messeinsatz wird das gDFZ in einer Komposition mit Brems- und Steuerwagen von einer Lok gezogen.

Das Zentrale System (ZS) bildet das Herzstück des neuen Fahrzeuges. Es übernimmt nicht nur die Benutzerinteraktion, sondern auch die Überprüfung, die persistente Speicherung und die Anzeige aller Messdaten.

Die SBB haben SCS den Zuschlag für die Entwicklung des Zentralen Systems (Hardware und Software) erteilt. Das in der öffentlichen Ausschreibung erfolgreiche Konzept verbindet erstmalig modulare Messtechnik über offene Schnittstellen mit der Technologie eines modernen Rechenzentrums und integriert diese in ein Schienenfahrzeug. Das Leuchtturmprojekt erfüllt alle wesentlichen Merkmale einer „Industrie 4.0“ Anwendung.

Die Microservice Architektur erlaubt eine modulare, flexibel erweiterbare und hoch skalierbare Lösung. So entsteht eine übersichtliche und ausbaufähige Softwarelandschaft, welche sich über die gesamte Lebensdauer des gDFZ sehr gut weiterentwickeln lässt und zudem wirtschaftlich betrieben werden kann.

Zudem übernimmt SCS die Rolle des Integrators für das Gesamtsystem. Die Systemintegration ist der entscheidende Erfolgsfaktor für das gesamte Projekt. Die gewählte Lösung unterstützt deshalb die Integration von allen gängigen Diagnose- und Supportsystemen durch eine klare Systematik in der Vorgehensweise und durch eine offene, transparente und skalierbare Systemarchitektur. SCS verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich offener Systeme und der Integration von Drittsystemen, sowie in der Entwicklung von „Mission critical applications“ inklusive Wartung und Betreuung über den gesamten Lebenszyklus (Life Cycle Management – LCM), so zum Beispiel für das Kommunikationssystem der REGA.

Wir freuen uns sehr über diesen Zuschlag und auf die Zusammenarbeit mit den SBB sowie den Lieferanten der weiteren Arbeitspakete, den Peripheriesystemen und dem Fahrzeugumbau.

gDFZ-Komposition

Hintergrundinformationen zur Anwendung:

Die Geschäftseinheit Infrastruktur Überwachung der SBB hat den Auftrag, Sicherheit und Verfügbarkeit der Eisenbahn-Infrastrukturanlagen, unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, sicher zu stellen. Die Leistungen der Überwachung werden aus einem Mix menschlicher Expertise (Streckeninspektor) und maschinell ermittelter Diagnose- und Prognosedaten (Mess- und Diagnosetechnik) erfüllt. Mittelfristig steigt der Anteil an maschinellen Leistungen aufgrund der Ausweitung der industriellen Überwachung auf dem Netz und der Inbetriebnahme neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken (Gotthard und Ceneri Basistunnel GBT/CBT).

Messfahrten sind Stand der Bahntechnik und für ein professionelles Anlagenmanagement insbesondere in den Anlagengattungen Fahrbahn und Fahrstrom unerlässlich. Die Messungen im Bereich Fahrtechnik sind zudem aufgrund gesetzlicher und normativer Vorgaben (u.a. R 22070) zwingend notwendig. Zuverlässige, konsistente und belastbare Messdaten liefern zudem einen wichtigen Input für die kurzfristige Diagnose (Überwachung), den präventiven Unterhalt und die Prognose des Substanzerhalts. Sie bilden die Basis für die mittel- und langfristige Unterhaltssteuerung der Anlagengattungen.

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega bringt rasche und professionelle medizinische Hilfe aus der Luft und unterstützt Menschen in Notlagen. Im Rahmen des Grossprojektes REMICO (Rega Mission Control) ersetzt die Rega die bestehende Infrastruktur durch ein integriertes Einsatzleitsystem mit einem modernisierten Funknetz. SCS entwickelt und erweitert die Komponenten des neuen Funksystems.

Die Rega betreibt ein eigenes Funknetz zur Führung ihrer Helikopter und zur Zusammenarbeit mit der Alpinen Rettung Schweiz (ARS). Das Funksystem der Rega besteht aus den zentralen Funkkomponenten, den Funkarbeitsplätzen, den 42 Fixstationen sowie der Funkausrüstung der Helikopter und Handfunkgeräte. Der Funkarbeitsplatz ermöglicht die Verwendung des Funksystems auch ohne das Einsatzleitsystem.

Die zentralen Funkkomponenten sind hoch verfügbar ausgelegt und werden zusammen mit den Funkstationen permanent überwacht. Die zentralen Komponenten erlauben einen Parallelbetrieb der bestehenden und der neuen Funkstationen. Sie ermöglichen somit eine nahtlose Migration.

Die Dienstleistungen von SCS für das Projekt REMICO umfassten:

  • Gesamtkonzept, Technologie-Evaluationen
  • Erstellung einer Migrationsstrategie für einen unterbruchfreien Umbau des Funksystems
  • Entwicklung der Software der Funkstationen
  • Entwicklung und Anbindung zentraler Server-Komponenten auf VoIP-Basis an das Einsatzleitsystem
  • Entwicklung und Zertifizierung einer Avionik-Komponente zur Funkbedienung
  • Bereitstellung von Bedienungs-, Test- und Schulungsinfrastrukturen

Als das Schweizer Startup-Unternehmen Limmex im Herbst 2011 den Verkauf der ‚Swiss Emergency Watch‘ startete, war dies der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Die innovative Notruf-Uhr verbindet verschiedenste Technologien zum mobilen Notfallgerät der Zukunft.

Für die Kunden von Limmex sind die Verfügbarkeit der Vermittlungsplattform und die lange Batterielaufzeit unverzichtbare Erfolgsfaktoren. Sie sind die hauptsächlichen Erfolgsfaktoren dieses Produktes.

Die Dienstleistungen von SCS für die Limmex Notruf-Uhr umfassten:

  • Beratung bei der Systemarchitektur
  • Entwicklung von cloud-basierten Diensten
  • Entwicklung von Embedded Software
  • Entwicklung von Produktionstestsystemen