Per 1.Juli 2018 hat die SCS ein neues Departement im Bereich Blockchain und Internet-Of-Things aus der Taufe gehoben. Alain Brenzikofer leitet die neu entstandene Gruppe als neuer Department Head. Wir gratulieren Alain Brenzikofer herzlich zur neuen Rolle und wünschen ihm viel Erfolg.

Distributed Ledger Technologien, Blockchain, Kryptowährungen, IoT: Die Begriffe sind in aller Munde und werden in verschiedenen Branchen zukunftsweisend sein. Alain Brenzikofer befasst sich seit Jahren mit diesen Technologien und ist ein profunder Kenner der Szene. Gerade im Energiebereich, aber auch im Rohstoffhandel, bei Herkunftsnachweisen oder in der Industrie ergeben sich heute interessante Anwendungen, welche sich bei SCS bereits in Entwicklung befinden: So ist SCS u.a. Partner im Projekt „Quartierstrom“ am Walensee, wo ein Blockchain-basierter Peer-to-Peer Energiemarkt entsteht.

 

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass über 25% der in den Entwicklungsländern verkauften Medikamente und rund 50% der online bestellten Produkte gefälscht sind. Nach ihrer Schätzungen sterben allein in Afrika jedes Jahr über 100‘000 Menschen aufgrund gefälschter Medikamente. Als Reaktion auf diese Zahlen erlassen Regierungen auf der ganzen Welt schärfere Bestimmungen für Pharmaprodukte (Packaging, Siegel, Verifkation, etc.) und verpflichten die Branche, die Rückverfolgbarkeit von Produkten zu gewährleisten.

Für den Verpackungsmaschinenhersteller Gerhard Schubert GmbH ist es selbstverständlich, dass seine Anlagen die vollständige Rückverfolgbarkeit jedes Produktes in jeder verpackten Einheit, auf jeder Verpackungsebene (Bündel, Versandkarton, Palette) und entsprechend den jeweiligen Kunden-, nationalen und internationalen regulatorischen Anforderung sicherstellen. Dabei ist entscheidend, dass die Track and Trace Funktionalität, wie auch die Einbindung von ERP Lösungen keinen Einfluss auf Durchsatz und Performance der Produktionsstrasse hat, vom Kunden auf veränderte Anforderungen selber angepasst werden kann und ein vollständiger Audit-Trail vorhanden ist.

Dank der von SCS implementierten modularen Architektur können die unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen bezüglich Kennzeichnung und Verifikation durch den Kunden konfiguriert oder selber erweitert werden. Zudem können ERP Systeme unterschiedlicher Hersteller einfach angebunden werden. Der eingebaute Audit-Trail gewährleistet die geforderten Aufzeichnungen aller relevanten Änderungen am System.

Verwendete Technologien: Microsoft .NET/C#, SQL-Server, WCF

Das Paul Scherrer Institut (PSI) behandelt seit den 1980er Jahren erfolgreich Krebs-Patienten mit Protonenstrahlen. Die Anlage wurde nun durch einen weiteren Behandlungsplatz basierend auf einer Gantry Maschine eines Drittlieferanten ergänzt. Dabei stellte sich die Herausforderung, die Sicherheitssysteme (safety systems) der bestehenden mit der neuen Anlage zu integrieren. Die diversen Interface-Standards dieser komplexen Systeme mussten miteinander in Einklang gebracht werden.

Die gewählte Lösung besteht aus einem neuartigen verteilten IO-System, welches auf FPGA-Technologie beruht. Damit liessen sich die verschiedenen Schnittstellen und Hochgeschwindigkeits-Datenlinks miteinander verbinden und so eine robuste Sicherheitsarchitektur umsetzen.

Die Firma Supercomputing Systems unterstützte das PSI in diesem Projekt mit der Entwicklung einer umfassenden und vom PSI erweiterbaren FPGA-Plattform mit allen notwendigen Schnittstellen und Datenkanälen.

Die folgenden zwei Bilder zeigen den Behandlungsraum während der Installation der Anlage:

Eine Übersicht über die Anlage zur Protonenstrahtherapie mit dem Cyclotron zur Beschleunigung der Protonen sowie den Strahlführungen zu den Behandlungsplätzen:

Die von SCS entwickelte Hardware zur Integration der Sicherheitssysteme der beiden Anlagetypen:

 

Die Hamburger GLP Systems GmbH ist ein innovativer Spezialist im Bereich Informations- und Automationssysteme für klinische Laboratorien. GLP Systems hat mit einem neuen Ansatz die Probenförderung revolutioniert: Einer Carrera Bahn gleich werden Probegefässe einzeln mit intelligenten CARs auf einfachen Fahrspuren durch die Labor- und Kühlräume transportiert. Weltweit sind bereits eine Vielzahl solcher Systeme im Einsatz, so auch im Zentrum für Labormedizin am Inselspital Bern.

Bild 1: Der Pool leerer CARs ermöglicht eine effiziente automatische Befüllung auf der rechten Fahrspur. Im Tube Assessment Center (TAC), rechts hinten im Bild, werden die Probegefässe bei ihrer Durchfahrt mit dem rein optischen SCS Computer Vision System zuverlässig klassifiziert und treten im Anschluss ihren individuellen Weg durch das Labor an.
Quelle: Zentrum für Labormedizin – Inselspital Bern

Fehlerhafte Analyseaufträge werden dank der SCS Computer Vision Lösung vermieden: Die Probegefässe werden anhand ihrer Form und Farbe rein optisch klassifiziert. In der Praxis ist die weltweite Vielfalt der Gefässtypen eine Herausforderung, da sich ihre Merkmale oft nur geringfügig unterscheiden. Dank einer statistischen Auswertung können Gefässe trotz Variationen in den Produktionschargen zuverlässig erkannt werden. Verwechslungen werden vermieden, indem das System CARs mit unsicherer Klassifizierung automatisch ausschleust. In diesen zum Glück seltenen Fällen prüft der Mensch als zuverlässigste Instanz die Proben manuell nach und sorgt damit für die unerlässliche Sicherheit.

SCS Service Tool
Bild 2: Das SCS Service Tool ermöglicht als stand-alone Applikation eine detaillierte Zustandsanalyse. Dank Rapid Prototyping mit MATLAB war die agile Entwicklung kosteneffizient und schnell einsatzfähig.

Ein Servicetechniker kann dank des SCS Service Tools rasch Ursachen von Unsicherheiten aufdecken: Es analysiert und visualisiert Diagnosebilder zusammen mit weiteren Daten der TAC. Bei Bedarf können einfach neue Bildserien erstellt und damit der Daten-Pool für das Machine Learning kontinuierlich erweitert werden. Neue Gefässtypen lassen sich auf diese Weise einfach einlernen. Zudem können Variationen bekannter Gefässtypen immer besser verstanden und die Erkennungsrate so laufend optimiert werden.

Bild 3: Dank Schwarmintelligenz fahren die CARs autonom durch die verschiedenen Module (TAC, Zentrifugen, Kappen-Entferner, Analysegeräte,…). Das ermöglicht eine individuelle und damit kostengünstige Analyse der Blutproben ganz im Sinne der Industrie 4.0 Idee.
Quelle: Zentrum für Labormedizin – Inselspital Bern

Die TPG und SCS haben per Anfang 2014 eine Kollaboration zur Ertüchtigung der 500 Ticketautomaten gestartet. Mit dem Ziel, eine neue Verkaufssoftware zu entwickeln und gewisse Komponenten der Verkaufssysteme zu erneuern.

Bereits sechs Monate nach Projektstart hat der erste Prototyp beim Genfer Hauptbahnhof Cornavin Billete verkauft. Vier Monate später, im Dezember 2014, war das Rollout von 100 Automaten abgeschlossen.

Die Modifikationen haben es der TPG ermöglicht, die Dauer des Verkaufsvorgangs und die Wartung zu halbieren. Die Verfügbarkeit der Ticketautomaten hat sich massiv verbessert und liegt heute über 99%.

In der nächsten Etappe der Zusammenarbeit werden die Solar-Automaten überarbeitet.

Pressemitteilung TPG
Pressemitteilung TPG (PDF)


C’est avec succès que SCS a complété le projet de re-engineering des distributeurs automatiques de titres de transport (DATT) pour les transports publics genevois (TPG).

Les TPG et SCS ont en étroite collaboration depuis début 2014 effectué un travail d’engineering et de remise à niveau des 500 DATT des TPG. Pour ce faire, un nouveau logiciel de vente a été développé et plusieurs composants internes des automates ont été remplacés.

Déjà six mois après le début du projet, un premier prototype vendait avec succès des tickets de transport à la gare de Cornavin. Quatre mois plus tard, fin 2014, le roll-out avait été effectué sur 100 DATT.

Ces changements ont permis aux TPG de réduire de moitié le temps de vente d’un titre de transport et accélèrent de façon significative les opérations de maintenance sur les automates. De plus, le taux de disponibilité des DATT s’est considérablement amélioré depuis l’installation du nouveau système et surpasse les 99%.

La prochaine étape de la collaboration entre SCS et TPG est la mise à jours des DATT solaires.

Communiqué de presse TPG
Communiqué de presse (PDF)

Ferag FlyStream

Industrie 4.0, Internet of Things, Cloud – diese Begriffe sind momentan in aller Munde. Meist fehlt jedoch noch ein einheitliches Verständnis darüber, was sie bedeuten, wie sie in der Industrie umzusetzen sind und vor allem, welchen Nutzen der Anwender davon hat.

Anlässlich einer aktuellen Gesprächsrunde des Diskussionsforums „Laufenburger Gespräche“ wurde Dr. Johannes Gassner als Experte eingeladen, um über das Thema zu sprechen.

Aus dem Gespräch entstand der Artikel „Schweizer KMU sind parat – nur der Nutzen ist oft nicht klar“. Dieser wurde gleich zweifach publiziert:

Hinter dem „Internet of Things“, kurz IoT, verbirgt sich beispielsweise die Absicht, möglichst viele elektrische Geräte mit der Fähigkeit auszustatten, via Internet miteinander zu kommunizieren. Unter Industrie 4.0 versteht man die Bündelung der technologischen Trends und eine Vision wie das produzierende Gewerbe in Zukunft aussehen könnte.

Die „Laufenburger Gespräche“ bieten eine Plattform, um interessante, brisante oder aktuelle Themen im Expertenkreis zu diskutieren.

Ansprechperson bei SCS
Florentin Marty

Gegenüber der klassischen Strahlentherapie mit Röntgenstrahlung erlaubt die Protonentherapie eine noch präzisere Lokalisierung der Dosis und damit eine hohe therapeutische Effizienz bei geringen Nebenwirkungen. Damit ist sie von höchster Bedeutung für die Behandlung von Tumoren in unmittelbarer Nähe von wichtigen Organen, so etwa im Kopfbereich.

Im November 2013 hat die Gantry 2 am PSI den klinischen Patientenbetrieb aufgenommen. Das dabei eingesetzte, sehr schnelle, intensitätsmodulierte 3D-Scanning-Verfahren ist weltweit einmalig. Wir gratulieren dem PSI zu diesem grossen Erfolg!

Die Strahlsteuerung und die kontinuierliche Überwachung der Strahlparameter arbeiten mit einem Systemtakt von 10 us und garantieren so die hoch präzise und sichere Bestrahlung. Es freut uns sehr, dass dieses innovative System – zu welchem SCS in einem gemeinsamen Projekt zentrale Beiträge leisten konnte – nun im klinischen Betrieb zur Heilung von Patienten dient.

Picture1

Aufbau der Gantry 2 am PSI in einem frühen Stadium.

 

Web-Links:

http://p-therapie.web.psi.ch/gantry2.html

https://erice2011.na.infn.it/TalkContributions/Meer.pdf

 

Die Gerhard Schubert GmbH ist Hersteller von flexiblen Verpackungsmaschinen. Mit dem Anlagenleitstand von Schubert werden während der Produktion viele Daten aufgezeichnet, darunter auch die Overall Equipment Effectiveness (OEE), eine Kennzahl für die Güte einer Produktionslinie. Um die Effektivität der gesamten Anlage zu erhöhen, wollte Schubert ihren Kunden ein Analysewerkzeug zur Verfügung stellen und hat die SCS mit der Umsetzung des sogenannten Anlagencockpits beauftragt.

Die SCS hat mit dem Anlagencockpit eine genau auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden zugeschnitten Lösung umgesetzt. Das Resultat ist eine sowohl technisch als auch im Benutzererlebnis zeitgemässe Applikation. Durch seine langjährige und breite Erfahrung in der Entwicklung von verteilten und komplexen Applikationen im Microsoft .net Umfeld konnte das Team auch den ambitionierten Zeitplan einhalten.

Mit dem Anlagencockpit können die OEE und weitere Kennzahlen von mehreren, auch weltweit verteilten Anlagenleitständen, geladen, gefiltert und visualisiert werden. Durch die anwenderfreundliche Benutzerführung ist es möglich, die Ursache eines Effizienzverlusts mit wenigen Mausklicks zu identifizieren. Dadurch können Ursachen von Fehlern und Effizienzverlusten schneller erkannt und Gegenmassnahmen ergriffen werden mit dem Ziel, die OEE zu verbessern.

Die wichtigsten Eigenschaften:

  • Laden von Daten aus mehreren, weltweit verteilten Anlagenleitständen
  • Flexible Filterung
  • Effiziente Navigation von der Übersicht zur Ursache mit wenigen Mausklicks
  • Zugriff sowohl auf aktuelle als auch auf archivierte Daten
  • Vorkonfigurierte und frei zusammenstellbare Sichten
  • Schnelle Übersicht über Abarbeitung der letzten Aufträge

Eingesetzten Technologien:

  • Microsoft .NET 4.0 , WPF, WCF (u.a. für asynchrone Anfragen)
  • Telerik WPF Controls
  • Visual Studio 2012

Zur Webseite des Herstellers: Schubert Anlagencockpit

Das Verkaufssystem für die Ticketautomaten der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) ist abgenommen und wird ausgerollt. Die Entwicklung dauerte von der Spezifikation im Frühjahr 2010 bis zur Feldtestphase im ersten Quartal 2012. Während dieser Zeit sind Hardware-Ansteuerung und Verkaufsoberfläche in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber ZVB entwickelt worden. Die Steuerung der speziellen Geräte und Schnittstellen übernimmt ein Schnittstellenmodul, welches von SCS speziell für dieses Projekt entwickelt wurde.