Per 1.Juli 2018 hat die SCS ein neues Departement im Bereich Blockchain und Internet-Of-Things aus der Taufe gehoben. Alain Brenzikofer leitet die neu entstandene Gruppe als neuer Department Head. Wir gratulieren Alain Brenzikofer herzlich zur neuen Rolle und wünschen ihm viel Erfolg.

Distributed Ledger Technologien, Blockchain, Kryptowährungen, IoT: Die Begriffe sind in aller Munde und werden in verschiedenen Branchen zukunftsweisend sein. Alain Brenzikofer befasst sich seit Jahren mit diesen Technologien und ist ein profunder Kenner der Szene. Gerade im Energiebereich, aber auch im Rohstoffhandel, bei Herkunftsnachweisen oder in der Industrie ergeben sich heute interessante Anwendungen, welche sich bei SCS bereits in Entwicklung befinden: So ist SCS u.a. Partner im Projekt „Quartierstrom“ am Walensee, wo ein Blockchain-basierter Peer-to-Peer Energiemarkt entsteht.

 

 

Nach einem sehr erfolgreichen Forschungs- und Demonstrationsprojekt wird die GridBox Technologie im Rahmen eines Projekt-Spinoffs kommerzialisiert. Die smart grid solutions AG (Webseite) mit Martin von Euw als Geschäftsführer wird die Technologie zur Marktreife bringen. Supercomputing Systems AG ist Technologiepartner der neuen Firma.

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung:

Zürich, 27. September 2016

Gründung der smart grid solutions AG:
SpinOff des grössten Smart Grid Demonstrationsprojekts der Schweiz

Die Projektpartner von GridBox, dem grössten Smart Grid Demonstrationsprojekt der
Schweiz, haben die smart grid solutions AG gegründet. Ziel des Unternehmens ist es die
innovative Netzmanagementlösung zu industrialisieren und weiterzuentwickeln. Mit der
neuen Plattform smartbox wird die zukunftsweisende GridBox Technologie und die
gesammelten Erkenntnisse aus dem erfolgreichen einjährigen Testbetrieb in einer Lösung
vereint.

Damit stellt die smart grid solutions AG den Verteilnetzbetreibern eine intelligente und skalierbare
Lösung zur Verfügung, welche sowohl heutige als auch zukünftige Herausforderungen meistert.
Anton Gunzinger, Unternehmer und VR der smart grid solutions AG, erläutert den Nutzen eines
Echtzeit Managementsystems folgendermassen: „Mit der Zunahme von dezentralen Erzeugern,
Batteriespeicherlösungen und E-Mobilität kommen neue Herausforderungen auf die Netzbetreiber
zu oder sind bereits Realität. Die smartbox hilft diese Aufgaben zu meistern und dient hierbei nicht
nur einem einzelnen Ziel, sondern unterstützt als Plattform eine ganze Reihe von Aufgaben,
Dienstleitungen und Business-Modelle der Netzbetreiber.“

Die smartbox Technologie ist die umfassende Plattform für das moderne Verteilnetz-Management.
Als koordinierte und verteilte Lösung gewährleistet sie den sicheren und gleichzeitig
wirtschaftlichen Netzbetrieb. Dabei deckt die smartbox eine Vielzahl von Bedürfnissen ab.
Anwendungen wie Fehlererkennung und -lokalisierung, erweitertes Netzmonitoring, Unterstützung
des Asset Management, Prosumer-Applikationen sowie Marktfunktionen mit Echtzeit-
Charakteristik werden in ein und derselben Plattform vereint.

Mit diesem generischen Ansatz stellt die smart grid solutions AG eine flexible und skalierbare
Mess-, Kommunikations- und
Regelplattform zur Verfügung, welche eine schnelle Umsetzung
neuer Business-Modelle ermöglicht und somit bereits heute Antwort auf die zukünftigen
Herausforderungen gibt.
Für weitere Informationen:
Martin von Euw
Geschäftsführer smart grid solutions AG
Phone +41 43 543 64 32
Mobil +41 79 230 88 58
martin.voneuw@smartgridsolutions.ch

Pressemitteilung (PDF) vom 27.9.2016

Alpiq GridSense

Alpiq InTec zählt bei der Entwicklung des GridSense Systems auf starke Partner. Die zentrale Backend-Software, welche das Management der verteilten GridSense Einheiten ermöglicht und webbasierte Portale zur Verfügung stellt, wird künftig von Supercomputing Systems AG weiter entwickelt.

GridSense ist eine Energiemanagement-Lösung für das Gebäude. Das System erkennt und lernt das Verhalten der Nutzer über die Zeit und prognostiziert dieses mittels adaptiven Algorithmen. Das System gleicht die Lasten im Gebäude aus und erlaubt die effiziente Einbindung erneuerbarer Energiequellen. Dabei werden auch Wetterprognosen berücksichtigt. Die Belastung des Verteilnetzes wird dadurch ausgeglichen und ein erhöhter Zubau von erneuerbaren Energien ohne kostspieligen Netzausbau ermöglicht. Das System optimiert die Gesamt-Wirtschaftlichkeit und nutzt Energie effizient.

Weitere Informationen zur GridSense: GridSense Webseite

 

Gemeinsam mit den Partnern BKW, ewz und Bacher Energie AG, sowie mitfinanziert vom Bundesamt für Energie hat die Firma SCS AG das Projekt „GridBox – Echtzeit-Management-Plattform für das Verteilnetz“ erfolgreich durchgeführt und per Ende März 2016 die geplanten Mess- und Demonstrationskampagnen beendet. Das Projekt umfasst die praktische Umsetzung und Erprobung des Konzeptes „GridBox“ und beinhaltet die Entwicklung von 150 Mess-/Steuerboxen, die Entwicklung einer potenten zentralen Software-Infrastruktur, das Ausrollen der Technologie in zwei Verteilnetzen im Berner Oberland sowie in der Stadt Zürich sowie einen einjährigen Betrieb mit begleitenden Forschungskampagnen.

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Die Hauptergebnisse des Projektes sind:

  • Die Demonstration der Machbarkeit einer Echtzeit-Management-Plattform für die Nieder- und Mittelspannungsebene
  • Die Entwicklung und Demonstration einer Zustandsschätzung (State Estimation) für Ströme und Spannungen in den Verteilnetzen
  • Die Demonstration einer Topologie-Erkennung in den Verteilnetzen basierend auf den reinen Messwerten
  • Das Aufzeigen der Möglichkeiten einer Echtzeit-Optimierung des Verteilnetzzustands unter Beeinflussung von Flexiblitäten:
    • In den Häusern mit GridBox: Schalten von Boilern und Wärmepumen sowie Steuerung der Solarinverter (P und Q)
    • Im Verteilnetz von ewz: Regelung einer netzgestützten Batterie (500kWh)
  • Die detaillierte Aufzeichnung der Messwerte (inkl. PMU-Phasoren) für knapp 150 verteilte Messpunkte über ein Jahr im 1Hz-Takt
  • Die Evaluation des Nutzens von PMU-Informationen auf Verteilnetzebene

Box_open_Rogos_fadedBild 1: Die GridBox Hardware, welche für das Projekt von Grund auf entwickelt wurde. Sie ermöglicht Strom- und Spannungsmessung, enthält ein GPS für PMU-Messwerterfassung, erlaubt die Kommunikation im Sekundentakt und verfügt über Schnittstellen für die Steuerung von Verbrauchern und Einspeisern im Haus.

 

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Bild 2 : Das GridBox Cockpit visualisiert das System im Live-Betrieb und erlaubt den Zugriff auf aktuelle und archivierte Messwerte. Ebenso lässt sich die vom State Estimator errechnete Gesamtsystemsicht darstellen.

Das Kernteam bei SCS umfasste 7 Personen, im Gesamtprojekt mit allen Partnern waren mehr als 35 Personen involviert: Entwickler, Datenanalysten, Installateure, IT-Personal, Projektleiter/Management. Ihnen gebührt unser herzlichster Dank für den Einsatz über die vergangenen knapp drei Jahre.

Die Projektergebnisse sind erfolgsversprechend und es wird eine Kommerzialisierung von Teilen der Technologie angestrebt.

BFE Schlussbericht GridBox:
BFE Schlussbericht PDF

Pressemitteilung vom 20.5.2016:
Pressemitteilung_20160520

Veröffentlichung bei Springer: Computer Science
Springer

EasySert_FlyStream_6776_Tech_Event-Ausschnitt Moderne Printmedien sind hochindividualisierte Produkte welche eine Vielzahl von Zielgruppen mit genau abgestimmten Inhalten und Beilagen effizient ansprechen.. Die Beherrschung der Logistik für hunderte und tausende von Beilagen sowie die optimale Planung der komplexen Produktion benötigt ausgefeilte Algorithmen (=Lösungsstrategien). Das auf solche Aufgaben spezialisierte Teilgebiet der Mathematik/Informatik wird Operations Research genannt.

Das SCS Optimizer Game unter diesem Link veranschaulicht die Komplexität des Versandraumproblems auf spielerische Art: Beilagen für regionale Ausgaben einer Zeitung (Zeilen der Tabelle) müssen so auf die Zuführungen (Spalten der Tabelle) verteilt werden, dass es zu möglichst wenigen Beilagen-Wechseln auf den Zuführungen kommt (jeder Wechsel ist mit Personal- und Zeitaufwand verbunden). Die Herausforderung an den Spieler ist, eine gegebene Produktion per Hand zu planen (im Spiel sind die aktuelle und die minimal mögliche Anzahl Wechsel angezeigt).

Die Aufgaben werden mit jedem Level anspruchsvoller und auch die Rahmenbedingungen ändern: so muss im Level 4 auf Farbtreue geachtet oder in den Levels 5 und 6 kann zusätzlich die Reihenfolge der Ausgaben verändert werden. Es wird schnell deutlich, dass die automatisierte (algorithmengestützte) Planung bei Problemstellungen aus der Praxis der Planung per Hand weit überlegen ist (und ausserdem noch um Grössenordnungen schneller und verlässlicher).

Das Versandraumproblem tritt in anderer Verpackung auch in vielen anderen praktischen Anwendungen auf, von denen einige im Spiel gezeigt werden: So können statt Beilagen auf Zuführungen auch Werkzeuge den Wechselköpfen einer CNC-Maschine zugeordnet werden, Zutaten für Backwaren verteilt, oder der Personal- und Fahrzeugeinsatz für einen Pizzadienst geplant werden.

SCS unterstützt Sie gerne bei der Entwicklung Ihrer spezifischen Planungs- und Entscheidungshilfe. Dies beginnt mit einer Analyse der Aufgabenstellung, um die möglichen Optimierungskriterien nach ihrer Relevanz und Umsetzbarkeit zu sortieren. Wir pflegen einen aktiven Austausch mit der akademischen Welt, so dass aktuelle Forschungsresultate ohne Umwege in Ihr Projekt einfliessen können.

Ansprechsperson bei SCS: Florentin Marty