Die Sicherheit und Verfügbarkeit von SBB Eisenbahn-Infrastrukturanlagen wird durch die Geschäftseinheit Infrastruktur Überwachung (UEW) sichergestellt. SBB UEW hat einen Bedarf für ein „gezogenes Diagnosefahrzeug“ (gDFZ) um diesen Auftrag zu erfüllen und zugleich eine Erweiterung zum bestehenden selbstfahrenden Diagnosefahrzeug zu schaffen. Das gDFZ kann zusätzlich auch die Fahrdynamik und die Fahrleitung vermessen. Im Messeinsatz wird das gDFZ in einer Komposition mit Brems- und Steuerwagen von einer Lok gezogen.

Das Zentrale System (ZS) bildet das Herzstück des neuen Fahrzeuges. Es übernimmt nicht nur die Benutzerinteraktion, sondern auch die Überprüfung, die persistente Speicherung und die Anzeige aller Messdaten.

Die SBB haben SCS den Zuschlag für die Entwicklung des Zentralen Systems (Hardware und Software) erteilt. Das in der öffentlichen Ausschreibung erfolgreiche Konzept verbindet erstmalig modulare Messtechnik über offene Schnittstellen mit der Technologie eines modernen Rechenzentrums und integriert diese in ein Schienenfahrzeug. Das Leuchtturmprojekt erfüllt alle wesentlichen Merkmale einer „Industrie 4.0“ Anwendung.

Die Microservice Architektur erlaubt eine modulare, flexibel erweiterbare und hoch skalierbare Lösung. So entsteht eine übersichtliche und ausbaufähige Softwarelandschaft, welche sich über die gesamte Lebensdauer des gDFZ sehr gut weiterentwickeln lässt und zudem wirtschaftlich betrieben werden kann.

Zudem übernimmt SCS die Rolle des Integrators für das Gesamtsystem. Die Systemintegration ist der entscheidende Erfolgsfaktor für das gesamte Projekt. Die gewählte Lösung unterstützt deshalb die Integration von allen gängigen Diagnose- und Supportsystemen durch eine klare Systematik in der Vorgehensweise und durch eine offene, transparente und skalierbare Systemarchitektur. SCS verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich offener Systeme und der Integration von Drittsystemen, sowie in der Entwicklung von „Mission critical applications“ inklusive Wartung und Betreuung über den gesamten Lebenszyklus (Life Cycle Management – LCM), so zum Beispiel für das Kommunikationssystem der REGA.

Wir freuen uns sehr über diesen Zuschlag und auf die Zusammenarbeit mit den SBB sowie den Lieferanten der weiteren Arbeitspakete, den Peripheriesystemen und dem Fahrzeugumbau.

gDFZ-Komposition

Hintergrundinformationen zur Anwendung:

Die Geschäftseinheit Infrastruktur Überwachung der SBB hat den Auftrag, Sicherheit und Verfügbarkeit der Eisenbahn-Infrastrukturanlagen, unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, sicher zu stellen. Die Leistungen der Überwachung werden aus einem Mix menschlicher Expertise (Streckeninspektor) und maschinell ermittelter Diagnose- und Prognosedaten (Mess- und Diagnosetechnik) erfüllt. Mittelfristig steigt der Anteil an maschinellen Leistungen aufgrund der Ausweitung der industriellen Überwachung auf dem Netz und der Inbetriebnahme neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken (Gotthard und Ceneri Basistunnel GBT/CBT).

Messfahrten sind Stand der Bahntechnik und für ein professionelles Anlagenmanagement insbesondere in den Anlagengattungen Fahrbahn und Fahrstrom unerlässlich. Die Messungen im Bereich Fahrtechnik sind zudem aufgrund gesetzlicher und normativer Vorgaben (u.a. R 22070) zwingend notwendig. Zuverlässige, konsistente und belastbare Messdaten liefern zudem einen wichtigen Input für die kurzfristige Diagnose (Überwachung), den präventiven Unterhalt und die Prognose des Substanzerhalts. Sie bilden die Basis für die mittel- und langfristige Unterhaltssteuerung der Anlagengattungen.

Ferag FlyStream

Industrie 4.0, Internet of Things, Cloud – diese Begriffe sind momentan in aller Munde. Meist fehlt jedoch noch ein einheitliches Verständnis darüber, was sie bedeuten, wie sie in der Industrie umzusetzen sind und vor allem, welchen Nutzen der Anwender davon hat.

Anlässlich einer aktuellen Gesprächsrunde des Diskussionsforums „Laufenburger Gespräche“ wurde Dr. Johannes Gassner als Experte eingeladen, um über das Thema zu sprechen.

Aus dem Gespräch entstand der Artikel „Schweizer KMU sind parat – nur der Nutzen ist oft nicht klar“. Dieser wurde gleich zweifach publiziert:

Hinter dem „Internet of Things“, kurz IoT, verbirgt sich beispielsweise die Absicht, möglichst viele elektrische Geräte mit der Fähigkeit auszustatten, via Internet miteinander zu kommunizieren. Unter Industrie 4.0 versteht man die Bündelung der technologischen Trends und eine Vision wie das produzierende Gewerbe in Zukunft aussehen könnte.

Die „Laufenburger Gespräche“ bieten eine Plattform, um interessante, brisante oder aktuelle Themen im Expertenkreis zu diskutieren.

Ansprechperson bei SCS
Florentin Marty

Gegenüber der klassischen Strahlentherapie mit Röntgenstrahlung erlaubt die Protonentherapie eine noch präzisere Lokalisierung der Dosis und damit eine hohe therapeutische Effizienz bei geringen Nebenwirkungen. Damit ist sie von höchster Bedeutung für die Behandlung von Tumoren in unmittelbarer Nähe von wichtigen Organen, so etwa im Kopfbereich.

Im November 2013 hat die Gantry 2 am PSI den klinischen Patientenbetrieb aufgenommen. Das dabei eingesetzte, sehr schnelle, intensitätsmodulierte 3D-Scanning-Verfahren ist weltweit einmalig. Wir gratulieren dem PSI zu diesem grossen Erfolg!

Die Strahlsteuerung und die kontinuierliche Überwachung der Strahlparameter arbeiten mit einem Systemtakt von 10 us und garantieren so die hoch präzise und sichere Bestrahlung. Es freut uns sehr, dass dieses innovative System – zu welchem SCS in einem gemeinsamen Projekt zentrale Beiträge leisten konnte – nun im klinischen Betrieb zur Heilung von Patienten dient.

Picture1

Aufbau der Gantry 2 am PSI in einem frühen Stadium.

 

Web-Links:

http://p-therapie.web.psi.ch/gantry2.html

https://erice2011.na.infn.it/TalkContributions/Meer.pdf

 

Wir demonstrieren ein Entwicklungssystem für Stereo-Kamera-Fahrerassistenzsysteme auf der Basis des Zynq All Programmable SoC. Optimiert für die Entwicklung von Bildanalysealgorithmen demonstriert dieses System sowohl eine Bildentzerrung als auch die Berechnung des SGM Stereo um die Lage und den Abstand von Objekten abzubilden.

Um mehr zu erfahren, besuchen Sie uns an der Embedded World in Nürnberg.
Wir sind zu Gast am Xilinx-Stand 1-205.

www.scs.ch/fpgabox

SGM Stereo on SCS Zynq Box

EW2014

Moderne Autos setzen immer häufiger Kameras ein, um eine Vogelsicht der Umgebung darstellen zu können. Für die Entwicklung solcher Systeme benötigen die Hersteller der Kameras eine zuverlässige Messtechnik. Die SCS Messtechnik-Box ermöglicht das Aufnehmen und Abspielen von bis zu sechs LVDS-Kameras. Das von SCS entwickelte ‚Recorder System‘ wird von Automobil OEMs und Tier1s zur Entwicklung von Kameras und Surround-Systemen eingesetzt.

Zum Aufnehmen und Abspielen stehen sowohl Filter für Elektrobit Assist ADTF als auch eine von SCS entwickelte Stand-Alone GUI zur Verfügung.

Das System besteht aus der von SCS entwickelten Spartan 6 FPGA-Karte und einer für das entsprechende Kamerasystem angepasste Adapterkarte. Dadurch können präzise Hardware ‚Timestamps‘ aufgezeichnet und mehrere Kameras miteinander synchronisiert werden. Ausserdem können Algorithmen direkt auf dem FPGA gerechnet werden, um den Messtechnikrechner zu entlasten. Die Daten werden über Ethernet-Verbindungen zum Messtechnik-PC übertragen.

SCS kann das System dank seines Aufbaus sehr schnell Ihrem ‚Serializer‘ von Maxim, TI oder National Semiconductor anpassen.