Im Projekt Quartierstrom, das vom Bundesamt für Energie als Leuchtturmprojekt gefördert wurde, haben Partner aus Forschung und Industrie einen blockchainbasierten Strommarkt entwickelt und in Walenstadt implementiert. Der einjährige Feldversuch ist im Januar 2020 erfolgreich abgeschlossen worden.

Der Schlussbericht des Projektes wurde nun vom BfE veröffentlicht.

SCS hat sich im Rahmen dieses Projektes in drei Kernthemen engagiert:

Datenschutz

Im Quartierstrom-Projekt wird der Stromverbrauch jedes einzelnen Haushalts im Viertelstundentakt erhoben. So kann das System den aktuell verbrauchten Strom via Blockchain auf dem dezentralen Markt einkaufen.

Die Werte zum Stromverbrauch sind aber schützenswerte Personendaten. Solch ein Lastgang lässt gewisse Rückschlüsse auf einen Haushalt und dessen Bewohner zu. Eine Ferienabwesenheit, der Tagesrhythmus und auch Gewohnheiten sind leicht zu erkennen: Wie oft kochen Sie? Benutzen Sie heute nur die Mikrowelle? Wie lange schlafen Sie? Wenn in der Garage ein Elektromobil steht, verrät der Lastgang nicht nur, wann jemand nach Hause kommt, sondern auch wie weit die Person an diesem Tag etwa gefahren ist.

In der herkömmlichen Stromversorgung kann der Elektrizitätsversorger diese Daten einsehen. Anders in der Blockchain. Denn ein Grundpfeiler dieser Technologie ist, dass alle Transaktionen von allen Teilnehmern validiert werden können. Die Teilnehmenden erscheinen zwar nicht mit Namen und Adresse auf der Blockchain, sondern mit einer Nummer. Dieser sogenannte «Public Key» kann nur indirekt mit dem tatsächlichen Verbraucher in Verbindung gesetzt werden, bietet aber nur einen geringen Schutz.

SCS hat Konzepte erarbeitet und ein Paper publiziert, wie diese privaten Daten mit modernsten kryptografischen Methoden geschützt werden können. Diese erlauben es, dass die Verbrauchswerte und Gebote zwar transparent sind, die Identität und das Verhaltensprofil der Bietenden aber verdeckt bleiben.

Ausserhalb von Quartierstrom hat SCS an diesem Thema weitergearbeitet: Siehe Ein TEE für Polkadot und SCS gewinnt Auszeichnung der Energy Web Foundation Innovation Challenge

Dynamischer, Spannungsabhängiger Netztarif

Speisen mehrere Solarstromanlagen gleichzeitig Strom ins Netz, können im Verteilnetz unerwünschte Lastspitzen entstehen. Findet zudem ein P2P Handel mit Energie ohne Berücksichtigung des Netzzustandes statt, kann dies die Netzstabilität zusätzlich gefährden. Um die intelligente Einbindung von Regelkapazitäten sowie Stromspeicher attraktiver zu machen, hat Supercomputing Systems eine Lösung entwickelt, mit der die Netzentgelte dynamisch gestaltet werden könnten. SCS hat diese Lösung mit einem Paper an der CIRED 2019 vorgestellt.

Liegt die Spannung über dem definierten Band, ist ein lokales Überangebot an Energie vorhanden und das Netzentgelt könnte kurzzeitig stark gesenkt werden, um die Einspeisung in Batterien und die Zuschaltung von flexiblen Lasten attraktiver zu machen. Liegt die Spannung unter dem Soll-Band würde die Netznutzungsgebühr steigen. Um das Solidaritätsprinzip aufrechtzuerhalten, gelten an jedem Messpunkt nur immer für 5% des Tages erhöhte und während 5% des Tages tiefere Gebühren. So werden alle gleich behandelt und trotzdem wird netzdienliches Verhalten so gut belohnt, dass sich Investitionen in die Flexibilisierung rechnen.

Evaluation von Blockchain Plattformen

In einem jungen Bereich wie der Blockchain Technologie überschlagen sich die Ereignisse und es ist anspruchsvoll, den Überblick über die besten Konzepte und die einsatztauglichsten Implementationen zu behalten. SCS hat die wichtigsten Plattformen, welche ohne energiehungriges Mining auskommen, bezüglich ihres Reifegrades evaluiert. Untersucht wurden neben der für dieses Projekt gewählten Tendermint Technologie die Plattformen Ethereum PoA, Corda, Hyperledger, Cardano, EOS, IOTA, Nano, Energy Web. Resultate können dem Schlussbericht entnommen werden. Für aktuelle Informationen wenden Sie sich an uns!

 
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Wir freuen uns sehr, bekannt zu geben, dass SCS mit dem prestigeträchtigen Solar Impulse Efficient Solution Label ausgezeichnet wurde. Seit 2010 setzt sich SCS zum Ziel, den Elektroschrott durch Nachrüstung der öffentlichen Infrastruktur zu reduzieren. Anstatt immer ein komplett neues System zu kaufen, ermöglichen die Dienstleistungen von SCS die Aufrüstung und Integration neuer Funktionen in ein bestehendes System, zum Beispiel durch neue Software und/oder spezifische Komponenten, wobei der Grossteil der Hardware eines Systems erhalten bleibt. Diese Retrofit-Lösungen wurden auf verschiedene städtische Infrastrukturen wie Fahrkartenautomaten, Kundeninformations- und Parksysteme angewandt.

 
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Die Energy Web Foundation setzt sich ein für die Dezentralisierung und Digitalisierung der Energiebranche und betreibt eine Konsortium-Blockchain mit einer eindrücklichen Beteiligung vieler namhafter Konzerne. Mit ihrer Privacy-Technologie für Blockchains SubstraTEE gewinnt die SCS die Innovation Challenge der EWF mit ihrem Vorschlag, SubstraTEE für die EW chain zu portieren, damit datenschutzkonforme Lösungen im Energiebereich dezentral umgesetzt werden können.

Zur Pressemitteilung

 
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Der Swisseldex Datahub für die Energiebranche ist im April in den operativen Betrieb gegangen. Nach umfangreicher Entwicklung und ausführlichem Testing steht die Datendrehscheibe mit dem Funktionumfang „Mini“ den Aktionären und weiteren Kommunikationspartnern zur Verfügung. Die Datenkommunikation wird nun schrittweise ausgebaut. Die Migration des Messpunkteregisters ist anschliessend ab Juli geplant.

Die Swisseldex AG ist ein Zusammenschluss von Schweizer Verteilnetzbetreibern und Initiatorin der Branchenlösung. Weitere Informationen sind unter Swisseldex.ch verfügbar.

SCS entwickelt als unabhängige Partnerin den Datahub für die Firma Swisseldex AG seit nun bald zwei Jahren. Der Betrieb inklusive Support- und Pikettorganisation wird ebenfalls durch SCS sichergestellt.

 

Kontaktieren Sie Stephan Moser

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Gestern war es lebhaft in der SCS-Aula: 23 Schülerinnen und Schüler waren zu Besuch, um unseren Ingenieurinnen und Ingenieuren über die Schulter zu schauen und unseren Arbeitsalltag kennenzulernen. Organisiert wurde der Tag von unseren Praktikanten Luca, Patrick und Titus, die alles super vorbereitet und den Tag moderiert haben.

Zum «Warmwerden» führten Christof Sidler und Felix Eberli aus unserem Management-Team die Kids durch die Firma, danach gab’s ein paar Infos zu allgegenwärtigen Technologietrends (Machine Learning, Künstliche Intelligenz etc.) und später haben die Kinder und Jugendlichen selbst ein Game mit Scratch programmiert. Und zur Stärkung gabs Schoggigipfeli und Pizza!

Es hat viel Spass gemacht und wir sind sehr gespannt, wer von den Teilnehmenden in ein paar Jahren als Mitarbeiter/in bei SCS durch die Tür spaziert!

Seit 2012 ist vielen ÖV Betreibern klar, dass ein bewusster Entscheid getroffen werden muss, ob eine neue Automatengeneration beschafft wird oder ob eine Retrofit-Lösung in Betracht gezogen wird. Jeder business case der bis anhin von uns mit den Kunden gerechnet wurde, zeigte ein eindeutiger Vorteil bei der Beibehaltung der jetzigen Infrastruktur (Investitionsschutz), inklusive der Öffnung von source code und Schnittstellen (Lösung des Vendor-Lock-In) mittels Retrofit.

Mit der erfolgreichen Umsetzung des ersten Retrofit-Projektes von POS- (point of sale), Fahrgastinformation- und anderen Geräten ist zudem klar geworden, dass das Potential von Retrofit-Lösungen bei weitem nicht ausgeschöpft ist.

In der Zwischenzeit zählen bereits einige namhafte Betreiber zu den Nutzern, wir hoffen aber noch Weitere von diesem Lösungsansatz zu überzeugen.

Essentiell ist hierzu immer eine Machbarkeitsstudie bezüglich Hardware, solide Kostenabschätzung und Integration in die Systeme des Betreibers. Sobald wir über die nächsten abgeschlossenen Projekte berichten dürfen, werden wir dies hier tun.

Weitere Referenz: Retrofit für tpg.

Nächste Retrofit Projekte sind bereits in Umsetzung und in Vorbereitung.

Der Klimawandel wir uns alle in der Zukunft beschäftigen. Vor einigen Jahren haben wir Öko-Lunches bei uns mit dem Technopark organisiert. Während dieser Lunches ist die Idee aufgekommen dem Thema mit etwas spielerischer Gamification zu begegnen.

Daher sind wir froh, dass dieses Jahr myblueplanet.ch die myblueplanet coach app launched welche es ermöglicht sich selbst zu challengen, in Gruppen anzutreten und regelmässig Tipps und Feedback zu bekommen. Das Launch-Event wird am Dienstag 5. März mit Alex Stefes vom Club of Rome am ETH Zentrum sein.

https://www.nachhaltigkeitswoche.ch/programm/dienstag/myblueplanet- dein-coach-fur-ein-nachhaltiges-leben/