Medienarchiv SRF

High Level Software Webplattform

Das Medienarchiv für das Schweizer Radio und Fernsehen SRF ermöglicht den Jounalist:innen auf Archivmaterial bis in die 1950er-Jahre zurückzugreifen und sich das Bild- und Videomaterial direkt auf den Schnittplatz zu senden.

  • Ausgangslage

    Die Menschen informieren sich immer öfters im Internet oder über Social Media. Medienhäuser müssen ihre Inhalte immer rascher aufbereiten und ausstrahlen um zu bestehen. Ein zentrales Instrument ist das Medienarchiv aller früher produzierten Inhalte.

  • Lösung SCS

    Das Archivsystem Faro archiviert Medienfiles mit diversen Metadaten weitgehend automatisch, z.B. mit Speech-To-Text. Die Journalist:innen können das Archiv durchsuchen und das Video- und Audiomaterial direkt an den Schnittplatz senden.

  • Mehrwert

    Da die Metadaten sekundengenau erfasst werden, kann ein Zitat oder ein Tor bei einem Fussball-Match direkt angesprungen werden. Die Journalisten recherchieren in einem modernen Webclient mit Zugriff auf 1 Mio. Video- und 1.6 Mio. Audiobeiträge.

Projekteinblicke

Ein für Radio- und Fernsehjournalisten zentrales Arbeitsinstrument ist das Medienarchiv aller früher produzierten Inhalte. So können für politische Beiträge das Zitat eines Nationalrats, für Ausland-Reportagen Archivbilder des entsprechenden Landes oder für Sport-Sendungen die vergangenen Exploits einer Fussballmannschaft wiederverwendet werden. Zu diesem Zweck hat SCS im Auftrag von SRF das Medienarchiv-System Faro entwickelt. Faro ist eine massgeschneiderte Lösung für die Bedürfnisse von SRF. Damit werden neu produzierte Sendungen erfasst, Nutzer:innen können damit das Archiv nach Inhalten durchsuchen und die Inhalte zur Wiederverwendung bereitstellen lassen.

Recherche mit dem FARO Archivsystem. Da die Metadaten sekundengenau erfasst werden, kann ein Zitat oder ein Tor bei einem Fussball-Match direkt angesprungen werden.  Bild SRF/Oscar Alessio

Von neu produzierten Sendungen werden die Medienfiles mit diversen Metadaten weitgehend automatisch im Archiv gespeichert. Dokumentalist:innen ergänzen das Archivmaterial nachträglich mit spezifischen Angaben wie Szenenbeschreibungen, Inhaltsangaben, Verwendungshinweisen. Dies ist für die Archiv-Recherche und Wiederverwendung von Inhalten zentral. Dabei wird wo immer möglich auf Automatisierung gesetzt, z.B. mit Speech-To-Text.

Zur Recherche können Nutzer:innen über ein Suchinterface auf die Inhalte von FARO zugreifen. Es kann nach diversen Metadaten gesucht werden, wie z.B. Personen, Orte, Veranstaltungen oder Zitate. Video und Audio-Dateien können analog YouTube eingesehen werden. Da die Metadaten sekundengenau erfasst werden, kann ein Zitat oder das Tor eines Fussball-Matches direkt angesprungen werden.

Das Audio- oder Video-Material kann direkt aus dem Recherche-Tool an einen Schnittplatz gesendet und dort für neue Beiträge weiterverwendet werden.

Im Archiv lagern 1 Mio Video- und 1.6 Mio Audio-Beiträge. Bild SRF/Oscar Alessio

SCS ist für den gesamten Entwicklungs-Zyklus von Anforderungs-Klärung über UX-Design und Entwicklung bis Testing, Inbetriebnahme und Support verantwortlich. Faro wird kontinuierlich weiterentwickelt und um neue Funktionen ergänzt.

Technisch besteht Faro aus einer Metadaten-Datenbank sowie einem Medien-Storage. Für die Erfassung von Sendungen kommt eine Desktop-Applikation zum Einsatz. Die Journalisten recherchieren und bestellen in einem modernen Webclient mit einem Backend aus mehreren Services in Kubernetes. Als Such-Technologie wird Elasticsearch eingesetzt.

Haben Sie Fragen oder suchen Sie ein Archivsystem für Ihre eigene Anwendung? Nehmen Sie mit Jérôme Stettler Kontakt auf!

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