Ausgangslage
Kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme, etwa ein Spurhalte- oder Stauassistent, müssen Videobilder in Echtzeit auswerten und darin Fahrbahn, Markierungen, Fahrzeuge oder Fussgänger erkennen. Die dafür nötigen Algorithmen wurden von den Fachleuten des Kunden zunächst als PC-Programme für Forschungszwecke entwickelt. Zum Projektzeitpunkt reichte die Rechenleistung von Prozessoren und Grafikkarten jedoch nicht aus, um sie auf dem Videostream einer Automotive-Kamera in Echtzeit auszuführen. Damit konnten die Funktionen nicht im fahrenden Testfahrzeug erprobt werden.

Der Beitrag von SCS
SCS überführte die als PC-Programme vorliegenden Algorithmen auf eine FPGA-Plattform und machte damit ihre Ausführung in Echtzeit möglich. Vor jeder Umsetzung prüfte SCS gemeinsam mit den Fachleuten des Kunden die technische Machbarkeit und den Realisierungsaufwand.

Ergebnis
Mit der FPGA-Umsetzung konnten die Fachleute des Kunden ihre Algorithmen im Testfahrzeug in Echtzeit ausführen, zu einem Gesamtsystem kombinieren und im realen Verkehr erproben. Zwei Automotive-Kameras liessen sich direkt an die SCS-FPGA-Box anschliessen, die Ergebnisse standen über die Netzwerkanbindung zur weiteren Verarbeitung bereit. Die SCS-FPGA-Box kam als Teilsystem der Mercedes-Benz S-Klasse INTELLIGENT DRIVE zum Einsatz. Das Fahrzeug bewältigte 2013 als weltweit erstes Auto eine rund 100 Kilometer lange Überlandstrecke vollständig autonom, von Mannheim nach Pforzheim auf der historischen Route von Bertha Benz.
rund 100 km
vollständig autonom bewältigte Überlandstrecke der Mercedes-Benz S-Klasse INTELLIGENT DRIVE.
im Serieneinsatz
von SCS auf FPGA umgesetzte Algorithmen.



