Ausgangslage
Ein ICN-Messzug misst regelmässig die dynamischen Kräfte zwischen Rad und Schiene auf den bogenschnellen Strecken des SBB-Netzes, zum Beispiel entlang des Jurasüdfusses. Dazu dienen Messradsätze mit Sensoren auf den sich drehenden Rädern. Diese Sensoren sind wartungsaufwendig. Einfacher wäre es, die Kräfte aus Beschleunigungssensoren am Drehgestell zu berechnen. Der physikalische Zusammenhang ist jedoch komplex und lässt sich nicht einfach analytisch umrechnen.

Der Beitrag von SCS
Dafür trainierte SCS zusammen mit der Berner Fachhochschule ein Modell gezielt auf die Bedingungen des SBB-Netzes und legte es so aus, dass die berechneten Werte von SBB-Fachleuten geprüft und jederzeit nachvollzogen werden können.

Ergebnis
Die Rad-Schienenkräfte lassen sich aus einfachen Beschleunigungssensoren am Drehgestell berechnen. Die wartungsaufwendigen Sensoren auf den drehenden Rädern können grösstenteils entfallen. Die berechneten Werte sind nachvollziehbar und zuverlässig. Der Algorithmus wird auf seine Zuverlässigkeit geprüft, die Messradsätze werden noch vereinzelt zur Validierung eingesetzt.
ab 250 m
abgedeckte Kurvenradien im SBB-Netz.
bis 1.8 m/s²
abgedeckte Querbeschleunigung.
Rad-Sensoren grösstenteils eingespart
nur noch einfache Beschleunigungssensoren am Drehgestell.



